Männerverein feiert 60. „Glückstag“

von Redaktion

Sechs Jahrzehnte alt und aktiv wie eh und je – Bayerischer Festabend mit viel Musik

Schnaitsee – „… und des war ein Glückstag ganz gewiss“ – wo der Männerverein gegründ‘ worn is“: Frei nach dem Kraudn Sepp, der es als Glückstag bezeichnete, wie das Bayernland entstanden ist, feierte der Männerverein Schnaitsee-Kirchstätt sein 60-jähriges Bestehen – und natürlich die Mannsbilder.

Gegründet wurde der Verein am 7. Juni 1959 – als Vereinigung, die sich darum kümmerte, dass ältere Männer, die aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, aktiv am Dorfleben teilnehmen können und Anschluss finden. Heute sind auch Jüngere dabei.

Beim bayerischen Festabend zum Jubiläum sorgte zu Beginn der „Alztaler Dreigesang“ für Stimmung. Dazu passte auch das Freudenlied von Kathi Stimmer-Salzeder: „Aber heit is a Dog, der mit gfreit“.

Seit 1973 auch ein Verein für Jüngere

Vorsitzender Herbert Ober nannte im Rückblick auf die Vereinsgeschichte seine fünf Vorgänger als Garanten, dass für die Männer der Anschluss im höheren Alter an das Gemeinleben ermöglicht wurde. 1973 wurde der Altmännerverein in Männerverein umbenannt und konnte nun auch jüngere Mitglieder begrüßen. Der Mitgliederstand pendelte sich jenseits der 300 ein. „Zum Jubiläum wünschen wir uns, dass auch im Zeitalter der Digitalisierung weiterhin die gelebte Kameradschaft erhalten bleibt“, so der Vorsitzende.

Natürlich bot der Verein seinen Gästen auch ein boarisches Unterhaltungsprogramm. Progoder Sepp Schweiger führt versiert hindurch. Er selber gab „wahre“ Geschichten und auch G’stanzl in „Roider-Jackl-Manier“ zum Besten. Dabei ließ er die Schnaitseer Lokalprominenz ebenso wenig aus wie die hohe Politik. Im Mittelpunkt des Abends zum runden Geburtstag standen jedoch die Musikgruppen. Die „Summerbankmusi“ und die „Schnupfermusi“ kombinierten Ziach, Blasmusik und Saiteninstrumente zu flotter boarischer Musi. Mucksmeiserlstaad wurde es beim Auftritt des „Alztaler Dreigesangs“. Die boarischen Coupléts zogen die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich.

Zum großen Finale am Ende des dreistündigen boarischen Jubiläumsfestabends traten noch einmal alle Gruppen gemeinsam auf und erhielten vom Publikum den verdienten, langen Schlussapplaus.

Artikel 2 von 11