Raubling – Buchstäblich wie einen bunten Regenbogen nach einem heftigen Frühsommergewitter spannte die Fachschaft Musik mit ihren vielseitigen Ensembles den traditionellen zweiten Höhepunkt des Schuljahrs in der rasch ausverkauften Aula des Gymnasiums Raubling auf. Die zahlreich erschienenen Schüler, Eltern und Lehrer erlebten einen kurzweiligen Abend auf hohem musikalischem Niveau.
Oberstudiendirektor Dr. Armin Stadler begrüßte die Zuschauer humorvoll, indem er sie beglückwünschte, dass sie nicht etwa ihm zuhören müssten, sondern sich ausschließlich an den liebevoll einstudierten Darbietungen der verschiedenen Ensembles erfreuen dürften.
Konzertauftakt mit den Jüngsten
Traditionell eröffnete das Vororchester unter der Leitung von Barbara Thoma das Konzert. Die jüngsten Musiker segelten gefühlvoll zu Rod Stewards wohl bekanntestem Stück „Sailing“ mit den Zuhörern davon. Daran schloss sich ein kraftvolles, nicht weniger bekanntes „Mamma Mia“ an. Den Abschluss dieses ersten Teils bildete ein virtuoses „Viva la Vida“ eines bekannten Stargeigers, der sich dafür in einem Loop aufnimmt, was die vier Geschwister Pihusch laut Barbara Thoma nicht nötig haben, da sie das Stück einfach live auf der Bühne spielen.
Die Schülerband Simply Music aus den Jahrgangsstufen 10 und Q11 rockte anschließend die Bühne mit „Eye of the Tiger“ und „Angels“. Kurzweilig und komödiantisch boten anschließend die Mitglieder der Groove AG ihren Beitrag dar.
Vor der Pause boten der Mittel- und Oberstufenchor sowie das Vokalensemble unter der Leitung von Birgit Köppl unterstützt von verschiedenen Ensembles abwechslungsreiche, mit Soli geschmückte Stücke: „Paese el Agoa“ aus der spanischen Renaissance, „So soll es bleiben“, „Pompeii“ , „For the longest Time“ und ein authentisches „Baba Yetu“, das Vaterunser auf Suaheli, wie Köppl erklärte.
Nach der Pause groovte und jazzte die Big Band unter der routinierten Leitung von Martin Stolz mit Water Melon“ in den zweiten Teil des Konzerts. Mit dem Unterstufenchor unter der Leitung von Barbara Thoma und dem Kanon „Spring Spring Spring“ ging es frühlingshaft-fröhlich weiter, das instrumental unterstützte „Jetzt ist Sommer“ erklärte sich von selbst und, da laut Barbara Thoma Katzen irgendwie zum Sommer gehören, folgte thematisch gestylt „Everybody wants to be a Cat“ aus dem Musical Aristocats, unterstützt vom Saxofon-Quintett.
Den Abschluss bildete der Auftritt des Orchesters und des Instrumental-Ensembles unter der Leitung von Sebastian Schlierf mit „The Teddy Bear’s Picnic“, einem „Latino Teatime Rag“ des Querflöten-Trios, gefolgt von „The African Sound of Bert Kaempfert“ durch Orchester und Groove AG. Schließlich gab es, als krönenden Abschluss mit Zugabe wegen des nicht abebbenden Applauses, die Hymne „Wake me up“ von Avicii, traditionell von Orchester und allen mitwirkenden Musikern und Sängern, die effektvoll im Publikum platziert waren, dargeboten.
Wehmütige Verabschiedung
Nicht fehlen durfte natürlich die Verabschiedung von langjährig musikalisch aktiven Abiturientinnen und Abiturienten mit der einen oder anderen Träne seitens der Verabschiedeten sowie der Leiter der Ensembles, die von ihren nun ehemaligen Schützlingen ebenfalls mit Lob und Dank für Geduld und Unterstützung bedacht wurden.
Am Ende eines gelungenen und kurzweiligen Abends bedankte sich der Schulleiter bei der Fachschaft Musik und allen Beteiligten für die so oft über den normalen Stundenplan hinausreichende geleistete Arbeit während der Vorbereitung, und trug den Anwesenden humorvoll auf, denjenigen, die nicht gekommen waren, zu erzählen, was sie verpasst hatten.