Mit Rußg’wand am Altar

von Redaktion

Traditionelles Zunft-Treffen in Ramerberg

Ramerberg – Ausgehend von der traditionellen Florianifeier in Ramerberg zählen die Kaminkehrer zu den wenigen Handwerker-Zünften, die das jährliche Zusammentreffen besonders durch ihre repräsentative Berufskleidung und dem Mitführen von Zunftstandarten unterstreichen. Als unermüdlicher Organisator sorgt Kaminkehrermeister Manfred Gagel aus dem Kehrbezirk Ramerberg schon seit vielen Jahren für den Erhalt dieses Brauchtums.

Neben nahezu allen Mitgliedern und ehemals aktiven Berufskollegen der Kaminkehrer-Schulungsstelle des Landkreises Rosenheim haben sich auch ein Großteil der Münchner Kaminkehrer-Innung mit ihrer Handwerkerfahne am traditionellen Zunfttreffen in Ramerberg beteiligt. Und als Rarität mit dabei war auch die seit 1810 bestehende Wasserburger Zunftfahne der Maurer, Steinmetze, Kaminkehrer und Hafner.

Ein Dankgottesdienst zu Ehren des heiligen Florian, als Schutzpatron der Kaminkehrer, bildete den Auftakt zur jährlichen „Floriane-Feier“.

Dabei war es für Prälat Günther Lipok besonders wichtig, dass die kirchliche Feier auf die jeweiligen Konventionen aller Zunftmitglieder abgestimmt war.

In seiner Predigt hervorgehoben wurde sowohl das Auftreten mit Vereinsfahnen und Zunftstandarten, wie auch seine Achtung vor dem gefährlichen Beruf der Kaminkehrer, die oftmals in luftiger Höhe dafür sorgen, dass die anderen sicherer leben können.

Innungsobermeister Robert Otter bezeichnete Zusammenhalt und Tradition der Kaminkehrer-Zunft als Sinn des jährlichen Treffens zu einer „Floriane-Feier“ im Gasthaus Bichler. Aufmerksamkeit und kräftige Unterstützung fand auch der allgemein als „Ruaß“ bekannte, aus Freilassing stammende Kaminkehrer-Kollege, Thaddäus Mußner, der mit einem Riesensparschwein für die seit über zwei Jahrzehnten bestehende Aktion „Kaminkehrer helfen krebskranken Kindern“ sammelte.

Mit über einer Million Euro gesammelten Spendengeldern für krebskranke Kinder gehört die „Glückstour – Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern e.V.“ zu den größten privaten Hilfsaktionen in Deutschland.

Mit den Spendengeldern werden viele Initiativen, Elternvereine und Kliniken unterstützt, ebenso Forschungsprojekte ermöglicht, um krebskranke Kinder und deren Familien zu unterstützen.

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