Nachhaltiger geht es nicht

von Redaktion

Gemeinderat Stephanskirchen Vergabe der Planung auf den Weg gebracht

Stephanskirchen – Die Otfried-Preußler-Schule (OPS) ist zu klein: „Es herrscht schon Raumnot, die eher noch größer wird“, so Bürgermeister Rainer Auer. Kein Wunder, dass der ehemalige Lehrer von einer „dringlichen Maßnahme“ spricht. Der Bauausschuss hat sich schon mehrfach mit dem Thema befasst, auch einen Ortstermin gab es bereits.

Ein Planungskonzept des Architekturbüros Richard Kröff erbrachte, dass die Bausumme für eine Erweiterung mit 4,5 Millionen Euro so hoch liegt, dass allein die Planungskosten die Latte reißen, bis zu der die Gemeinde Planer einfach so beauftragen dürfe. Der Auftrag muss in einem genau geregelten Verfahren ausgeschrieben werden. Dagegen gab es keinen Widerspruch im Gemeinderat.

Allerdings wünschte sich Dr. Rolf-Jürgen Löffler (CSU) eine möglichst nachhaltige Planung, nicht dass in zehn Jahren die Schule schon wieder zu klein oder auch zu groß ist. Da waren sich aber Schulleiter Florian Burggraf und der Bürgermeister einig, dass es über die nächsten fünf Jahre hinaus keine belastbaren Zahlen gebe. Weil eine Prognose über die Kinder, die nach Stephanskirchen ziehen oder die in den kommenden Jahren geboren werden, immer ungenau sein muss. Außerdem wisse man nie, so Auer, was sich die Schulpolitik so alles einfallen lasse.

Stand jetzt sei klar, dass vier Klassenzimmer in der Grundschule fehlen. Die, wie berichtet, in einem neu errichteten Ostflügel Platz fänden, ebenso die dazugehörenden Nebenräume und ein Lehrerzimmer.

Denn das war bei Kröffs Verpflichtung Vorgabe: Kein neues Gebäude an anderer Stelle. Was jetzt in der Gemeinderatsfraktion der CSU auf Widerspruch stieß. Die wollte sich nicht so festlegen, andere Varianten sollten auch möglich sein. Thomas Hoffmann konnte sich gar einen kompletten Neubau der Grundschule vorstellen. Da biss die CSU allerdings bei der Verwaltung auf Granit und auch von den anderen Fraktionen kam keine Unterstützung.

Planung erst 2020 abgeschlossen

Löffler beklagt noch die eine oder andere „schwammige“ Definition, worauf hin Bauamtschef Wolfgang Arnst konterte, noch sei das Stadium der „messerscharfen Definitionen“ auch noch nicht erreicht. Denn die Planung sei voraussichtlich erst im kommenden Jahr abgeschlossen, gebaut werde wohl erst ab 2021.

In einem setzte sich die CSU durch: Der konkrete Planungsauftrag für das Architekturbüro ist mit Bauausschuss und Gemeinderat abzustimmen, nicht allein dem Bauausschuss überlassen.

Gegen zwei Stimmen (Löffler und Dieter Glas, beide CSU) beschloss der Rat, die Verwaltung mit der Durchführung eines Verfahrens nach der Vergabeverordnung zu beauftragen.

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