Kiefersfelden – Im Rahmen der letzten Gemeindevertretersitzung wurde der stellvertretende Werkleiter Sepp Oberauer in den Ruhestand verabschiedet. Die Laudatio für den seit 26 Jahren in der Gemeinde verantwortlich tätigen Bauingenieur hielt Bürgermeister Hajo Gruber (UW), der mit dem baldigen Ruheständler „24 Jahre bestens zusammengearbeitet“ hat.
Ihm als Rathauschef habe „nichts Besseres passieren können, Sepp Oberauer war mit seinem technischen Wissen und der Menschenführung stets ein Vorbild in der Verwaltung“, sagte Gruber. Als stellvertretender Werkleiter und Leiter der Gemeindewerke im technischen Dienst habe Oberauer den richtigen Ton getroffen, er sei der gute Geist der Gemeindewerke gewesen.
Am 1. Juli 1993 war der erste Arbeitstag von Oberauer in der Kieferer Gemeinde. Als Bauingenieur Stahlbau war er in die Inntal-Gemeinde gekommen und brachte seinen großen Sachverstand vielfältig und in die verschiedensten Projekte maßgeblich ein. Ob beim gemeindlichen Straßenbau, der Erneuerung der Kanäle oder bei Generalsanierungen war er an vorderster Front, genauso wie beim Bau von Sportanlagen, Kindergärten und Horten sowie bei Umgestaltungen und technischen Umrüstungen.
Gruber verabschiedete seinen leitenden Ingenieur „mit einem herzlichen Dank für die qualitativ großartige Umsetzung der vielen baulichen Vorhaben in der Gemeinde“. Da gab es dann quer durch die Fraktionen anhaltenden Applaus und der so Geehrte war sichtlich bewegt bei seinen Abschiedsworten: „Ich habe den schönsten Beruf, den man sich denken kann und ich habe ihn sehr gerne hier in Kiefersfelden über ein Vierteljahrhundert ausgeübt“.
Dank auch an
sein Team
Dabei war er aber „nicht allein, wir hatten ein perfektes, hochqualifiziertes Team mit vielseitigen und interessanten Aufgaben“. Zusammengearbeitet hat er im Laufe der Zeit mit vier Bürgermeistern, mit denen er so manches Projekt erfolgreich beendet hat. Und wie es sich so gehört, hat Oberauer auch bereits das Feld für die Zeit nach ihm bestellt. Seinen Nachfolger Andreas Horn, dessen Ernennung zuvor vom Gemeinderat einstimmig bestätigt wurde, habe er „selbst ausgesucht und ausgebildet“.
Komplett in den Ruhestand geht Oberauer aber noch nicht: Er ist aktuell Bürgermeister der Gemeinde Nußdorf am Inn und will dies auch bleiben, wenn im nächsten März das Gemeindeoberhaupt neu gewählt wird. „Ich fühle mich fit und motiviert für eine weitere Amtsperiode. Letztlich trifft aber über meine erneute Kandidatur das zuständige CSU-Ortsgremium in absehbarer Zeit die Entscheidung“. Nur in Kiefersfelden ist jetzt Schluss.