Brannenburg – Der Gemeinderat beschäftigte sich jüngst mit einem Antrag des Südbayerischen Portlandzementwerkes auf eine wesentliche Änderung für den Abbau von zehn Millionen Tonnen Gestein am Steinbruch Überfilzen bei Nußdorf.
Information
über Vorhaben
Die Gemeinde ist davon zwar nicht unmittelbar betroffen, eine Information zum geplanten Vorhaben gab es allerdings trotzdem in der Gemeinderatssitzung.
Die Erweiterung der bestehenden Abbaugenehmigung bezieht sich auf Flächen im räumlichen Umgriff der bisherigen Genehmigung, welche aber oberhalb einer Höhe von 758 Meter über Normalhöhennull liegen. Die Erweiterungsfläche umfasst insgesamt 2034 Hektar.
Gemeinderat Ludwig Guggenberger (CSU) betonte, dass sich auch die Nachbargemeinden Nußdorfs über das Vorhaben informieren sollten.
Insbesondere die Beeinträchtigung des Landschaftsbilds und der für die nächsten 50 Jahre vorgesehene Gesteinsabbau beträfen die umliegenden Kommunen gleichermaßen, weshalb für diese ein schonender Betrieb sowie eine schnelle Rekultivierung des Steinbruchs ebenso von Interesse seien.
In einer kurzen Diskussion des Gremiums wurde auch auf die Bedeutung und Vorteile der regionalen Rohstoffsicherung hingewiesen.
Bürgermeister Matthias Jokisch (CSU) unterstrich die Forderung nach einem größtmöglichen Schutz der Natur. Seinem Vorschlag, auf eine Stellungnahme aufgrund der fehlenden direkten Beteiligung zu verzichten, schlossen sich die Gemeinderäte mit 16 zu zwei Stimmen an.