Ostermünchen/Rosenheim/ Grafing – Die Brieftauben- Saison ist eröffnet: Die Reisevereinigung Oberland (RV Oberland) war dabei wieder mit zahlreichen Brieftauben am Start und deren Flugergebnisse konnten sich wahrlich sehen lassen.
2197 Brieftauben starteten am Auflassort in Ulm zum ersten Preisflug des Jahres. Punkt 9.30 Uhr wurden die Startklappen des Transport-Lkws geöffnet und die Tiere begaben sich auf den 160 Kilometer langen Flug nach Hause.
Doppelerfolg für Grafinger Züchter
Die RV Oberland war dabei mit 829 Tauben die stärkste Vereinigung. Die RV Rosenheim schickte 600 und die RV Reichenhall 768 Tiere ins Rennen. Die zwei schnellsten Preistauben landeten dann schon um 11.18 Uhr im heimischen Schlag bei Alois Aschauer in Straußdorf (Grafing). Sie erreichten eine beachtliche Fluggeschwindigkeit von 1411 Metern pro Minute, das sind fast 85 Kilometer in der Stunde. Die drittschnellste Preistaube kam bei Hans Kirchlechner in Emmering an, danach folgten auf den weiteren Plätzen die Tiere von Franz Ertl und Jakob Gerg aus Ostermünchen.
Eine Woche später startete der zweite Preisflug, diesmal von Laichingen aus. Flugdistanz: 190 Kilometer. Die erste Preistaube hatte hier Josef Huber aus Biberg zu verzeichnen. Sie war genau um 12.18 Uhr im Schlag, nachdem sie erst um 10 Uhr in Laichingen gestartet war. Weitere Ergebnisse: Zweite Preistaube Hans Kirchlechner, dritte Preistaube Christian Link (Raubling), vierte Sepp Holzmann (Glonn) und fünfte Alois Rappold (Mintsberg). Gewinner des Gansinger Gedächtnisfluges (die drei schnellsten Tauben) war Hans Kirchlechner.
Eine Distanz von 220 Kilometern war dann beim dritten Preisflug ab Esslingen zu bewältigen. Hier hatte RV- Vorsitzender Jakob Gerg die schnellste Taube. Sie kam mit einer Fluggeschwindigkeit von 1493 Metern pro Minute in ihrem Schlag in Ostermünchen an. Die zweite Preistaube hatte Hans Kirchlechner, die dritte Preistaube Josef Huber.
Die badische Metropole Karlsruhe war dann Startort des vierten Preisfluges. Sigi Kiermaier aus Egmating hatte hier die erste Preistaube, die zweite Franz Ertl, die dritte Hans Kirchlechner und die vierte Sepp Holzmann. Für die weiteren Flüge, die kommen – Distanzen von 300 und 400 Kilometer – erhofft sich Vorsitzender Jakob Gerg eine Wetterbesserung. Bei den ersten fünf Flügen, Trainings- und Preisflügen, musste nämlich fünfmal eine Verschiebung des Flugtages vorgenommen werden, um den Tauben gute Wettflugverhältnisse zu bieten.
Ein Anliegen haben die Brieftaubenbesitzer an die Bevölkerung: „Finden sie eine Reisebrieftaube, die sich verirrt hat oder verletzt ist, sorgen sie bitte für die richtige Erstversorgung. Das ist Wasser und Futter, etwa Vogelfutter oder Mais.“
Brieftauben hätten immer zwei Ringe, an jedem Fuß einen, erläutert Gerg. Einer ist der Verbandsring, der andere ein Elektronikring mit der Telefonnummer des Züchters.
Vertrauens- und Kontaktperson der hiesigen Reisevereinigungen sind Lorenz Untereichmeier aus Schechen, Telefon 08031/50338, und Jakob Gerg aus Ostermünchen, Telefon 08067/ 180741. ws