Neubeuern – Nach einem beschwerlichen letzten Lebensabschnitt, aber bestens betreut im Pflegeheim in Roßholzen am Samerberg und wohl behütet im Kreise seiner Familie, verstarb Franz Gigler aus Altenmarkt im 82. Lebensjahr. Trotz eingeschränkter Mobilität war er bis zuletzt interessiert am gemeindlichen Leben, seiner Gemeinde und den Vereinen, mit denen er über Jahrzehnte eng verbunden war. Beim TSV Neubeuern war er Ehrenvorsitzender.
Beim „Glas’n“ in Winkl geboren, verbrachte er dort die ersten Lebensjahre, ehe die familiären Gegebenheiten ihn nach Altenmarkt banden. Kindheit, Jugend und später nach der Heirat mit seiner Resi war das Anwesen in der Mitte von Altenmarkt sein Mittelpunkt. Für zwei Töchter, Enkel und später Urenkel, aber auch für viele Gäste und Vorstandschaften der Vereine war das Haus Mittel- und Treffpunkt.
Umtriebig und immer zielbewusst gestaltete Franz Gigler sein Leben. Nach Arbeitsverhältnissen in der Skifabrik beim Vorhauser in Neubeuern, später in der Ziegelei Tiefentaler und in der Papierfabrik Redenfelden führte in sein Lebensweg in die Selbstständigkeit als Versicherungsvertreter.
Der TSV Neubeuern war seine Leidenschaft. Als Fußballer aktiv, als Skifahrer immer zu Ausflügen und Fahrten mit seinen Töchtern bereit, als Schiedsrichter im Landkreis unterwegs. Seine Vorstandstätigkeit war bestimmt von Veränderungen, Erweiterungen und Neuerungen wie dem Umbau des Sportheims und dem Neubau der Stockbahn am Freibad. Er war die treibende Kraft, konnte begeistern und leiten.
Zahlreiche Veranstaltungen und Feste, die von Franz Gigler und helfend von seiner Frau Resi organisiert wurden, bleiben in Erinnerung. Fast kein Fest, bei dem sie nicht ihren Beitrag leisteten, sei es als Schankkellner oder als Bedienung. Auch beim Trachtenverein Edelweiß Neubeuern war er helfende Hand. Stolz trug er das „Beurer G’wand“, im „Beurer Fasching“ war er unter seinesgleichen.
TSV-Vorsitzender Alexander Schopf übermittelte an die Hinterbliebenen den Dank des Vereins für die zukunftsweisende Arbeit und den Einsatz von Franz Gigler. Pfarrer Dr. Darius Magunde sprach die Gebete der Kirche und verwies auf den ewigen Platz, den Christus vorbereitet hat. Der bleibende Platz für den Verstorbenen wird in unseren Herzen sein, so der Geistliche.
Die Standarte des TSV und die Fahnen des Trachtenvereins, der Feuerwehr und der Gebirgsschützen geleiteten den Sarg zur letzten Ruhestätte, wo Freunde und Wegbegleiter diesen der geweihten Erde übergaben. Eine einfühlsame Musikauswahl der Beerdigungsmusik unter Fritz Vornberger erinnerte an den geselligen Mitbürger Franz Gigler.re