Raubling – Die Pfarrkirche von St. Georg in Großholzhausen erwies sich als zu klein für die zahlreichen Trauergäste, die zum Requiem und zur Urnenbeisetzung von Horst Berninger gekommen waren.
Pfarrer Adam Dominik Bartsch zelebrierte das Requiem, und der Kirchenchor unter Leitung von Stephan Heinke gestaltete dieses feierlich. Im Altarraum hatten sich die Fahnenabordnungen des Veteranenvereins, des Trachtenvereins, der Feuerwehr, der KAB und des ASV Großholzhausen sowie des Veteranenvereins Brannenburg, des Trachtenvereins Degerndorf und der Feuerwehr Pfraundorf eingefunden, um ihr verstorbenes Mitglied zu ehren.
Im Nachruf blickte der Geistliche auf das Leben von Horst Berninger zurück. Der Verstorbene wurde im Mai 1940 in Brannenburg geboren. Nach der Schulzeit und einer Lehre als Maler verpflichtete er sich für zwei Jahre zum Dienst bei der Bundeswehr. Im Jahr 1967 heiratete Horst Berninger die Großholzhauserin Johanna Zaißerer und 1969 kam die einzige Tochter Brigitta zur Welt. Von 1972 bis 1994 war der Verstorbene bei der Autobahnmeisterei in Pfraundorf beschäftigt.
Ein heftiger Schicksalsschlag traf die Familie, als Johanna Berninger einen schweren Schlaganfall erlitt und fortan auf stete Hilfe angewiesen war.
Neben der Familie und seinen zwei Enkelkindern Magdalena und Marinus, auf die er besonders stolz war, hing sein Herz am Veteranenverein Großholzhausen. Seine ganze Treue galt diesem Verein, dem er 55 Jahre angehörte, davon zehn Jahre als Zweiter und 27 Jahre als Erster Vorsitzender.
Das Malen war das zweite große Hobby von Horst Berninger. Ob Theaterkulissen, handschriftliche Urkunden, Rosenkranztafeln oder Gemälde, alles wurde von ihm künstlerisch gestaltet. Leider konnte er in den letzten Jahren dieses Hobby aufgrund von Krankheiten nicht mehr ausüben.
Zur kirchlichen Feier war die Urne des Verstorbenen in der Pfarrkirche aufgebahrt. Ein guter Freund trug diese im Geleit mit den Vorständen des Veteranenvereins zum Familiengrab. Dort ergriff der Vorsitzende des Veteranenvereins, Peter Heinke, das Wort und dankte Horst Berninger für 55 Jahre Treue zum Verein und legte einen Kranz nieder.
Für die Pfarrei Großholzhausen ehrte Kirchenpfleger Alfred Repšys den Verstorbenen, der zwanzig Jahre lang dem Pfarrgemeinderat St. Georg angehörte. Mit außerordentlichem ehrenamtlichen Engagement habe der Verstorbene in dieser Zeit immer mitgeholfen, wo Hilfe gebraucht wurde, Böllerschüsse und das Lied vom „Guten Kameraden“ ehrten Horst Berninger.koa