Kiefersfelden – Bei bestem Wetter hat Bürgermeister Hajo Gruber (UW) den neuen Wasserspielplatz am Heimatmuseum Blaahaus eröffnet. Neben den vielen erwartungsfrohen jungen Gästen waren auch zahlreiche Kieferer Bürger gekommen, da das „Beiprogramm“ Kurzweil versprach.
Der Rathauschef freute sich besonders über den regen Zuspruch „auf diesem Juwel der Unterkiefer“. Der Wasserspielplatz wurde im Rahmen des LEADER-Programms „Barrierefreier Umbau Blaahaus Kiefersfelden“ realisiert. Nachdem zunächst das Heimatmuseum barrierefrei umgebaut worden war, mit Lift, barrierefreier Toilettenanlage und behindertengerechtem Zugang, konnte nun auch das barrierefreie „Lernmodul Wasserkraft“, wie es offiziell benannt ist, seiner Bestimmung übergeben werden.
Kinder spielen von morgens bis abends
Und da war nicht nur der Bürgermeister begeistert, denn „der Spielplatz war noch kaum fertiggestellt, seither sehen wir hier von morgens bis abends die Kinder beim Spielen“, sagte Gruber. Auch für Josef Trost, Vorstandsmitglied der Regionalinitiative „LAG Mangfalltal-Inntal“, ist der Platz bestens ausgewählt und für die Kinder ein wahres Refugium, in dem ihnen auch der sinnvolle Umgang mit dem kostbaren Gut Wasser beigebracht wird. Weiter betonte er die regionale Einzigartigkeit dieses Projekts als „ein attraktiver Anziehungspunkt für Gäste und Einheimische“. Sebastian Wittmoser, LEADER-Koordinator der Förderstelle im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim betonte, „dass das Lernmodul Wasserkraft schon den Kleinsten spielend die Energiegewinnung aus dem Wasser näherbringen wird. Natürlich ist der Platz in den heißen Monaten auch bestens zum Wasserpritscheln geeignet“.
Rund 122000 Euro hat der barrierefreie Ausbau dieses einzigartigen Areals gekostet, davon flossen 45000 Euro an LAG-Fördergeldern wieder zurück in die Gemeindekasse und weitere 40000 Euro kamen aus Spenden und anderen Fördertöpfen hinzu, sodass die Kosten für die Gemeinde insgesamt „überschaubar“ blieben, wie der Bürgermeister bestätigte.
Das „Lernmodul Wasserkraft“ mit dem Heimatmuseum Blaahaus bildet den Anfang des sich noch in baulicher Ausführung befindenden „Erlebnisweg Energie“ entlang des Kieferbachs, der auch den Ökopark als Projekt der Nachhaltigkeit und Ökologie mit einbindet und letztlich an der großen Gießenbacher Wassermühle enden wird.
Der Wasserspielplatz wurde von Kieferer Bürgern selbst entworfen und auch gebaut. Dabei agierte Gerhard Danner federführend, der sowohl an der Planung beteiligt war und auch den Bau der Wasserspiele nahezu allein in die Hand genommen hat.
Dazu hat er vor allem heimische Baustoffe und Eisen verwendet, das so in den Platz integriert wurde, dass damit alle Anforderungen an das Projekt glänzend erfüllt wurden. „Insgesamt drei Monate habe ich für die Planung, Vorbereitung und den Bau gebraucht. Es macht mich glücklich und zufrieden, wenn ich jetzt sehe, wie der Platz von den Kindern angenommen wird“.
Blasmusik, Tanz und gutes Essen
Und wie es so ist bei einer Eröffnung, durften auch Musik und Tanz nicht fehlen. Die Töne kamen von der Musikkapelle Kiefersfelden unter der Leitung von Hans-Jürgen Doetsch, während die Kinder des Trachtenvereins „Grenzlandler“ mit schön einstudierten Tänzen und einem fetzigen Schuhplattler für blendende Stimmung unter den vielen Gästen sorgten. Die wurden bestens bewirtet von den Mitgliedern des Trachtenvereins.