Von Göttin Venus bis Generation Z

von Redaktion

Verabschiedung der Abiturienten am Gymnasium Raubling

Raubling – „Zum heutigen Saunagang“ begrüßte Dr. Armin Stadler, der erst seit einem halben Jahr die Geschicke des Gymnasiums Raubling leitet, die Abiturienten und Abiturientinnen, Eltern, Vertreter der Politik in der festlich geschmückten Turnhalle. 108 erfolgreiche Abiturienten samt Angehörigen und Lehrern waren gekommen, um die bestandene Reifeprüfung zu feiern und die Zeugnisse entgegenzunehmen. Fünf Absolventen hatten dabei eine 1,2 oder besser erzielt.

Jetzt ist die beste

aller Zeiten

Auch die stellvertretende Landrätin Alexandra Burgmaier bezog sich auf die unmäßigen Temperaturen und versprach, alle ausschmückenden Geschichten wegzulassen – wie zur Bekräftigung ertönte in diesem Moment der Schulgong. Dennoch hat es sich die Raublinger SPD-Politikerin, deren Abitur schon etwa 30 Jahre zurückliegt, nicht nehmen lassen, den Abgängern einige eindrucksvolle Worte mit auf den Weg zu geben.

Wie sie betonte „Ist die heutige Zeit die beste Zeit aller Zeiten“. Möglichkeiten gäbe es unzählige, „die Schwierigkeit ist vor allem, die richtige Entscheidung zu treffen“. Sie unterstrich, dass die jungen Erwachsenen während der Schulzeit alle Möglichkeiten bekommen hätten, ein eigenständiges Denken zu entwickeln und das Wissen, wie man sich als soziales Wesen in der Gesellschaft bewegt. Mit diesen Fähigkeiten, sollten sich alle auch mal trauen, gegen den Mainstream zu schwimmen.

Kurz und knackig gratulierte auch der Raublinger Bürgermeister Olaf Kalsperger den Abiturienten. Er wünschte ihnen, neugierig zu bleiben und mit den Möglichkeiten, die die vielen neuen Berufe mit sich bringen, eine gute Zukunft zu gestalten.

Die Festrede von Dr. Stadler widmete sich dem Tag der Abiturfeier – dem Freitag. Dem Tag der Liebe und der Schönheit. Er spannte den Bogen von der Göttin Venus, der dieser Tag bei den Römern gewidmet war, bis zum Engagement der Generation Z bei ‚Fridays for Future‘. Er resümierte, dass die Schule Bildung und Wissen vermittelt habe, um den Absolventen einen Kompass an die Hand zu geben, damit sie sich mit Durchhaltevermögen für die richtigen Werte einsetzen mögen. Er forderte sie auf: „Macht uns stolz!!!“

Susanne Franz, Vorsitzende des Elternbeirats, fand unter dem Aspekt des Sprichwortes „Tempora mutantur, nos et mutamur in illis (Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns in ihnen)“ launige Worte zu den vielen Studiengängen, die den heutigen Abiturienten geboten werden.

„Freut Euch

des Lebens“

Im Gegensatz zu Goethes Zeiten gibt es heutzutage „Studiengänge für Angewandte Sexualwissenschaft, Raumkonflikte, Körperpflege und Friesische Philologie“. Einer Betrachtung über den modernen Stellenwert von Arbeit mit „eingebauter Burn-out-Sperre“, folgte der Beweis, dass alle Beschwerden über das Leben von heute ein Jammern auf hohem Niveau ist. Sie forderte alle auf: „Also lassen wir das Gegenwartslamentieren, freut Euch des Lebens!“ Und sie schloss mit dem, was im Leben wichtig ist: „Auf in eine schöne Zukunft, in der jede und jeder von Euch seinen Platz im Leben findet und die Sinnhaftigkeit erfährt, die für ein erfülltes Leben wichtig ist. Das, was wir Eltern uns für Euch von Herzen wünschen, ist, dass Ihr glücklich werdet!“ Glücklich waren die 108 Abiturienten auch, nachdem sie von Dr. Stadler dann endlich ihre Abizeugnisse entgegennehmen konnten – wobei auch die ehemalige Schuldirektorin Kathrin Hörmann-Lösch von einem Schüler galant auf die Bühne geführt wurde, die ja diesen Abi-Jahrgang fast bis zum Schluss begleitet hat.

Es folgten dann noch verschiedene Ehrungen und Preisvergaben wobei speziell die Verleihung des Sozialpreises durch den Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums Raubling zeigte, dass auch ein Engagement für Werte abseits der schulischen Leistungen ein besonderer Wert sein kann. So war Laura Batt eine wichtige Stütze für den Schulsanitätsdienst, Elena Brunner war unermüdlich im Einsatz für den AK ‚Schule ohne Grenzen‘, in dessen Focus die Kinderhilfsprojekte ‚Tica‘ und ‚Little Smile‘ stehen und Josef Zink leitete den AK Technik, der bei allen Events der Schule für die Beleuchtung und den richtigen Ton sorgt.

Schüler

spielen auf

Umrahmt wurden die Reden und Ehrungen von einem bunten Reigen an musikalischen Darbietungen einiger Abiturienten. So sorgte zum Beispiel das Blechbläserquartett am Anfang für beste Stimmung. Solostücke für Klavier, Gitarre, Saxofon und Akkordeon beeindruckten die Zuhörer. Und der Vortrag des Songs „Shallow – a star is born von Lady Gaga zeigt, wie sich die Abiturienten selbst sehen.

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