Angst vor Splittersiedlung

von Redaktion

Zusätzliches Wohnhaus in Lattenberg erneut abgelehnt

Amerang –Erneut wurde im Gemeinderat ein Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung eines weiteren Einfamilienhauses auf dem Grundstück „Lattenberg 11“ vom Gemeinderat Amerang abgelehnt.

Die Antragsteller beabsichtigen, die Errichtung eines weiteren Einfamilienhauses auf dem Grundstück Lattenberg 11 südwestlich des bestehenden Anwesens Lattenberg 11 mit einer Größe von circa acht mal elf Metern zu errichten.

Der Bau- und Umweltausschuss hatte den Antrag abgelehnt, weil es sich aus damaliger Sicht um ein Vorhaben im Außenbereich handelte, „dass den Darstellungen des Flächennutzungsplans, den Darstellungen eines Landschaftsplans oder sonstigen Plans, insbesondere des Wasser-, Abfall- oder Immissionsschutzrechts, widerspricht. Zudem lasse er die Entstehung, Verfestigung oder Erweiterung einer Splittersiedlung befürchten oder dass die Funktionsfähigkeit von Funkstellen und Radaranlagen gestört wird.

„Massiver Eingriff in die Ökologie“

Zwischenzeitlich hat die Untere Bauaufsichtsbehörde der Gemeinde mitgeteilt, dass sie das Vorhaben nach geänderter Rechtsprechung dem unbeplanten Innenbereich zuordne. Die Eigenart der näheren Umgebung entspreche einem allgemeinen Wohngebiet, das vorwiegend dem Wohnen diene. Damit sah die Untere Bauaufsichtsbehörde das Vorhaben als zulässig an.

Die Gemeinderäte waren dennoch anderer Meinung und fanden, dass gewichtige Gründe gegen das Bauvorhaben sprächen und die Behörde die gesonderte Lage des Vorhabens vor Ort prüfen sollte.

Der Überbau des Bachbetts bedeute einen massiven Eingriff in die Ökologie, die über dem Bach geplanten Stellplätze seien am Rand des Dorfes ohne Eingrünung und die Erschließungsstraße habe nur eine geringe Breite, argumentierten die Räte und verweigerten erneut ihr Einvernehmen. ca

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