Haus für Kinder erfährt Aufwertung

von Redaktion

Heizanlage und Betreuungsschlüssel als Themen im Gemeinderat

Halfing – Einstimmig genehmigten die Bürgervertreter in ihrer jüngsten Sitzung zwei Vorhaben für das Haus der Kinder an der Bussardstraße. Zum einen wurde die von Bürgermeister Peter Böck (CSU) angeregte und eingeleitete Ausführungsplanung zur Sanierung der Heizungsanlage gutgeheißen. Zum anderen genehmigte das Gremium den geänderten Betreuungsschlüssel.

Heizkörperleitungen werden ausgetauscht

Böck hatte zuvor den Gemeinderat darüber informiert, dass er bezüglich der Sanierung der Heizungsanlage im Altbautrakt des Hauses für Kinder eine Ausschreibung zu den Heizkörperleitungen auf den Weg gebracht habe. Die Heizung im alten Teil sei schon einmal repariert worden. Nach massiven Druckabfällen und Wasserauslässen habe man erneut nach den Ursachen geforscht und festgestellt, dass die Leitungen der Heizkörper ausgetauscht werden müssten.

Der Bauausschuss habe schon „intensiv und umfangreich“ über die verschiedenen Varianten einer Sanierung, wie von Fachfirmen vorgeschlagen, beraten. Böck stellte dem Gremium einige Möglichkeiten wie eine Fußbodenheizung, neue Leitungen in alten Kanälen oder eine „Auf-Putz-Verlegung“ an der Decke beziehungsweise über dem Boden vor.

Letztere Variante sei zu befürworten, so das Gemeindeoberhaupt, denn die Leitungen könnten hinter einer Fußbodenleiste versteckt werden. Zudem müsse der Boden nur teilweise aufgebrochen werden. Des Weiteren sei der Vorschlag „kostengünstig und schnell machbar.“ Angesichts der dreiwöchigen Sommerpause des Hauses für Kinder, in der die Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden könnten, habe er die Ausschreibung auf den Weg gebracht. Über die Details der Finanzierung solle aber in der nicht öffentlichen Sitzung beraten werden, was die Gemeinderäte einstimmig guthießen.

Ein zweiter Punkt betraf den sogenannten x-Faktor beim Betreuungsschlüssel. Die AWO als Betreiber des Hauses für Kinder hatte beantragt, diesen zu ändern, da bei der Endabrechnung für das vergangene Kindergartenjahr ein Defizit von gut 16000 Euro entstanden war. Der Betreuungsschlüssel setze sich aus Anzahl der Kinder, Stunden und Personal zusammen, erläuterte Böck. Der x-Faktor erhöhe sich bei integrativen Kindern durch den Mehraufwand an Personal. Demzufolge würden auch weniger Kinder in die entsprechende Gruppe aufgenommen werden, wie der Bürgermeister weiter ausführte.

Ein Antrag für den x-Faktor werde immer ein Jahr vorher gestellt. Die Arbeitsverträge werden dann entsprechend der Zahl der Anmeldungen geschlossen. Da sich aber die Gruppengrößen im Laufe des Kindergartenjahres verändert hätten, habe sich das Defizit ergeben. Um einem erneuten Defizit zuvorzukommen, habe die AWO für das kommende Jahr einen geänderten Betreuungsschlüssel beantragt.

Um den kommunalen Anteil am Defizit gering zu halten, müsse der Gemeinderat nachträglich den geänderten Betreuungsschlüssel genehmigen. Johann Landinger (Halfinger Wählervereinigung) hakte bei den Zahlen nach und wollte wissen, wer diese prüfe. Laut Böck ist der Rechnungsprüfungsausschuss der Gemeinde dafür verantwortlich. Geschäftsstellenleiter Marco Binder fügte hinzu, dass keine übergeordnete Prüfungsstelle dies überprüfen werde, da der Rechnungsprüfungsausschuss dies genehmigt habe. Ohne weitere Nachfragen wurde der Betreuungsschlüssel einstimmig genehmigt.

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