Leserforum

Streit um Schulstandort geht weiter

von Redaktion

Zum Bericht „Jahrhundertchance: Noch alles offen bei Bad Endorfer Ortsentwicklung“ im Lokalteil

Bad Endorf wäre nicht Bad Endorf, wenn der Kleingeist nicht wieder feierliche Urständ feiern würde. Einem Schulhausneubau am Ortsrand haben Marktgemeinderäte aus allen Fraktionen einstimmig zugestimmt. Wohlgemerkt am Ortsrand, wo sich jetzt bereits schulische Einrichtungen befinden, nicht in „the middle of nowhere“ Darüber hinaus waren sich alle an der Planung Beteiligten, einschließlich der Regierung durch die Zusage der Fördermittel einig, dass der Standort am Ortsrand gegenüber der Ortsmitte nur Vorteile hat, die nachzulesen sind. Nun hat eine Gruppierung aus Wichtigmachern, dem Vernehmen nach mit kaum schulpflichtigen Kindern, unbelehrbar oder wider besseren Wissens ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht das Steuergeld verschlingt, den Bau verzögert, da an Stelle einer Planung nur Skizzen, aber auch viel bla bla im Umlauf sind, Den Bau teurer macht und eine Belebung des Ortskernes durch beispielsweise Wohnbebauung verhindert. Würde in Zukunft eine Erweiterung erforderlich, wird kein Platz mehr verfügbar sein. Man kann nur allen Bürgern raten das Ratsbegehren zu unterstützen, denn es geht um die Entwicklung des Ortskernes und damit des Ortes insgesamt. In ein paar Jahren zu sagen: „Wenn wir das gewusst hätten“, wie so manches Mal in unserem Ort geschehen, ist dann nicht mehr korrigierbar.

Hubert Hackl

Bad Endorf

Grundschule gehört an die Sportanlagen. Bei der Präsentation der Standpunkte für die neue Grundschule im Zentrum anlässlich der „Bürgerwerkstatt“ konnten mich die Argumente der Bürgerinitiative nicht überzeugen. Verschiedene Aussagen der Bürgerinitiative waren widersprüchlich und nicht zu Ende gedacht. Sie enthielten teilweise falsche Machbarkeitsstudien, die zwar schön präsentiert, aber laut den gesetzlichen Vorgaben so gar nicht möglich wären, wie Fachleute des Gemeinderatslagers ausführten, beispielsweise die Verkehrslage. Mit dem Busverkehr durch die enge Einbahnstraße, der gleichzeitig mit dem Bringdienst der Schüler und Kindergartenkinder zusammenfällt, wäre ein Verkehrschaos, das jetzt schon bei den Stoßzeiten besteht, vorprogrammiert. Zudem könnte aus Platzgründen eine notwendige spätere Erweiterung nicht realisiert werden, ebenfalls auch die erforderlichen Parkplätze. Ständiger zusätzlicher Busverkehr durch die Entfernung von der Schule zu den Sportstätten würde das Gemeindesäckel dauerhaft belasten, oder bei der Alternative, beim zu Fuß gehen der Kinder in Gruppen, bestünde weiterhin eine Gefahrenquelle. Den großen Negativeffekt, den Wegfall von 80 Parkplätzen im Ort und das Ende des beliebten freitäglichen Bauernmarktes, hat die Bürgerinitiative offensichtlich gar nicht bedacht. Wird hier die Grenze der Basisdemokratie überschritten? Es ist kaum zu verstehen, warum ein Bürgerentscheid für ein nicht realisierbares Projekt überhaupt abgehalten werden kann. Das Ende vom Lied, das Ganze läuft auf eine Verzögerung hinaus, und die Grundschule wird erst in fünf Jahren bei den Sportanlagen gebaut werden.

Hans Fritz

Bad Endorf

Ein Marktboulevard soll es also sein, was Bad Endorf braucht – und mittendrin der zunehmende motorisierte Straßenverkehr, zusätzlich eine Tiefgarage mit Ein- und Ausfahrten! Ist das wirklich ernst gemeint? Dieselben Gewerbetreibenden, die vor Jahren eine Umgehungsstraße bekämpft haben, sollen nun mit einer neuen Mitte bedient werden? Träumt man sich den Verkehr einfach weg? Und vergessen wir nicht: das eigentliche Leben in Bad Endorf findet ganz woanders statt, nämlich zwischen Bahnhof, Ärztehaus und Edeka. Dort gilt es die Infrastruktur vorrangig zu verbessern, und vielleicht tut sich ja schon bald auch dort die Möglichkeit für den Bau eines neuen Rathauses auf . Dann wäre genug Platz für Grundschule und Hort am jetzigen Standort. Denn eines müsste klar sein: Den lästigen Verkehr werden wir in Bad Endorf nicht los, und der wird mit dem geplanten Schulzentrum und der ständigen Erweiterung des Handwerkerparks eher noch weiter zunehmen und verhindert, ob man das nun sehen will oder nicht, die herbeigesehnte Attraktivität der „Neuen Mitte“. Zum wiederholten Male: Lassen wir doch bitte die Kirche und die Schule im Dorf und opfern wir nicht Strukturen, die bisher gut funktioniert haben – zum Wohle unserer Kinder und deren Familien!

Martin Piper

Endorf

Da auf jeden Fall ein neues Schulgebäude her muss, gibt es für mich nur einen Standort, nämlich den des Ratsbegehrens, zumal der Beschluss einstimmig gefasst wurde. Haben Herr Staber und seine Unterstützer sich schon mal bei Schulschluss in der Schulstraße/Friedhofstraße aufgehalten? Da kommt der große Schulbus, da stehen und rangieren die kleineren Busse und da parken die Mamas und Opas „vogelwild“, die die Kleinen von der Schule abholen. Dazwischen normaler Autoverkehr und Kunden, die zum Müller-Markt wollen. Friedhofsbesucher sind auch noch da, und für die ist die Parksituation nicht einfach; bei Beerdigungen kritisch. Regelmäßig kommt es zu Staus. Und damit müssen die Kinder, die nicht abgeholt – also nicht beaufsichtigt – werden, klarkommen. Die Situation ist für sie besonders herausfordernd, und Autofahrer müssen aufpassen wie die berühmten Haftlmacher. Am Nachmittag, am Wochenende, in den Ferien herrscht allerdings „tote Hose“. Die Pläne des Herrn Staber und seiner Gruppierung halte ich für schädlich, vielleicht einem Anfall von Nostalgie geschuldet. Oder sind sie aus persönlichem Frust entstanden?

Ilona Grimm

Bad Endorf

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