Zum Artikel „Ziel: Den Abbau verträglich gestalten“ im Lokalen:
Jedem, der bei klarem Verstand auf den Steinbruch am Heuberg sieht, schwant, dass hier bereits etwas gewaltig schiefgelaufen ist. Zu groß die Wunde, schon vom Irschenberg aus sichtbar, zu groß der Eingriff in das Landschaftsbild des gesamten Inntales. Und nun will der Betreiber (SPZ) noch einmal 50 Jahre lang insgesamt 10 Millionen Tonnen Gestein abbauen und den Bruch noch weit nach oben erweitern. Diese Abbaumenge entspricht mindestens dem zweifachen der Allianzarena und das vorhandene Loch im Berg dürfte sich ungefähr verdoppeln. Die Sprache von Mike Edelmann verniedlicht und verharmlost. Immer sind es die anderen, die etwas nicht verstanden haben. Quälende Debatten um Höhenlinien und Grenzen manifestieren, wie schwammig die Behörden grünes Licht gaben, und wie jede Angriffsfläche vom Betreiber und seinen Anwälten clever genutzt wurde, die Linien zu ihren Gunsten zu interpretieren. An jeden Bauherrn eines Einfamilienhauses werden vom Landratsamt strengere Maßstäbe angelegt. Der aktuelle Antrag ist, in Umfang und Laufzeit, vollumfänglich abzulehnen. Der Heuberg hat seine Schuldigkeit getan und steht nun auch als Symbol! Werden die Interessen, Meinungen und Stimmungen der Bevölkerung ernst genommen? Oder opfern wir unsere Natur den finanziellen Interessen Einzelner? Die Beteuerungen, dass alles getan werde, um den Abbau für die Bürger verträglich zu machen, sind die üblichen Blendgranaten des SPZ, nichts weiter. Die Mehrheit der Nußdorfer ist für einen endgültigen Abbaustopp und auch in Brannenburg, Flintsbach und anderen Inntalgemeinden sind viele Bürger dafür. Unserem Bürgermeister und dem Gemeinderat wünsche ich die Kraft, alle eventuell notwendigen rechtlichen Schritte entschlossen zu führen und keine Flanken offen zu lassen.
Ulrich Kottmann
Nußdorf