Aschau – „Wir möchten zuhören, mitnehmen, umsetzen – miteinander mehr erreichen. Bürgermeister zu sein ist eine ehrenvolle Aufgabe, ich möchte dem Amt etwas vom alten Glanz zurückgeben und die Zukunft unseres Heimatorts zusammen mit allen gestalten, denn miteinander können wir mehr erreichen. Ich möchte Bürgermeister für alle Bürgerinnen und Bürger sein, unabhängig welcher Partei oder Gruppierung sie angehören. Ich sehe meine Aufgabe darin zu verbinden, nicht zu spalten“, eröffnete Simon Frank (39) die Bürgermeisteraufstellungsversammlung der „Bürgerliste Zukunft für Aschau“ in der übervoll besetzten Aschauer Festhalle.
Aufgewachsen im
Schatten der Burg
Die Besucher des Abends wollten nur eines: den Kandidaten sehen. Nur bei den legendären Faschingsbällen weit in der Vergangenheit und bei der Eröffnung der Landesausstellung 2008 kamen ähnlich viele Aschauer in die Festhalle. „Unser aller Motivation ist eine zukunftsorientierte Gemeindepolitik ohne Fraktionszwang. Wir möchten zuhören, mitnehmen, umsetzen – miteinander mehr erreichen.“
Frank ist in Aschau im Schatten der Burg geboren und aufgewachsen; er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Simon Frank kennt sich in der Verwaltung und in der Gemeinde Aschau aus. Er war Wassermeister und technische Führungskraft im Aschauer Wasserwerk. Nach einem dualen Studium ist er heute Betriebsingenieur beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd und betreibt zusätzlich ein eigenes Ingenieurbüro für Trinkwasserversorgungstechnik mit Sitz in Aschau. Im Dorfleben ist er überall präsent, sei es als Zugführer bei der Feuerwehr oder im Trachtenverein. In seiner Freizeit ist er mit der Familie gerne in den Bergen oder im gemeindlichen Schwimmbad, zusätzlich geht er noch auf die Jagd und spielt gerne Tennis. Die Bürgerliste Zukunft für Aschau bewirbt sich erstmals um einen Platz im Gemeinderat, Simon Frank rief dazu auf, die neu gegründete Gruppierung zu unterstützen.
Zusammen mit einem Team von über 20 Frauen und Männern hat Simon Frank bereits ein Programm entwickelt, das er in den kommenden Jahren umsetzen möchte.
Um die Handlungsfähigkeit in der Gemeinde sicherzustellen, sei es nach Franks Ansicht wichtig, eine Konsolidierung der Finanzen zu betreiben.
Dies soll geschehen, ohne die Gemeindesteuern zu erhöhen. „Dazu werden wir einen Kassensturz vornehmen, die erforderliche Transparenz in der Verwaltung und im Gemeinderat herstellen, alle Kostenansätze überprüfen und eine mittelfristige Finanzplanung erstellen“.
Das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde sei vorbildlich und dürfe nicht weiter in Gruppierungen gespalten werden. Das Thema Wohnen wird auch im Priental immer mehr zum Problem. Niemand solle gezwungen werden die Gemeinde zu verlassen, weil er keinen bezahlbaren Wohnraum findet. Also müssten die Erstwohnsitze gefördert und die Zweitwohnsitze reduziert werden. Eine Bebauung des Kurparks lehnte er grundsätzlich ab: „Unser Kurpark ist ein Juwel. Wir wollen dieses Juwel auf jeden Fall erhalten, nicht zubauen sondern dort weitere attraktive Angebote schaffen“.
Er forderte dazu auf, den Sachverstand im Rathaus besser zu nutzen und der bewährten Verwaltung zu vertrauen; nicht für jede Kleinigkeit müssten externe Sachverständige und Rechtsanwälte bemüht und beauftragt werden. Die Gemeinde verfüge über genügend bestens ausgebildete Fachleute. Unter der Leitung von Wolfgang Wörndl – langjähriges Gemeinderatsmitglied der FWG von 1984 bis 1994 – stimmten die Besucher in der Festhalle ab: Mit 240 von 244 abgegebenen Stimmen wurde Simon Frank zum Bürgermeisterkandidaten der Bürgerliste Zukunft für Aschau gewählt.
Der neu gekürte Bürgermeisterkandidat rief dazu auf, sich in die Unterstützerlisten für die neue Bürgerliste einzutragen und damit der Gruppierung zum Start zu verhelfen. Als Bewerber für einen Platz im Gemeinderat stellte Simon Frank bereits mit vier Frauen und 18 Männern eine kompetente Mannschaft mit vielen unterschiedlichen Talenten vor. Die Anwesenden stellten bereits die Reihenfolge zusammen, in der sie bei den Wahlen am 15. März 2020 auf dem Wahlvorschlag erscheinen werden. Nach dem Bürgermeisterkandidaten und Listenführer Simon Frank folgen auf der Liste: Gerhard Knickenberg (48), Johann Feistl (52), Andreas Scheck (32), Marco Weiser (30), Christine Parigger (40), Erhard Weiser (69), Nico Altmann (41), Tatjana Mittermayer (55), Michael Eder (48), Alois Fellner (51), Christian Singhartinger (35), Dr. Ulrich Feldmann (75) Franz Kirchlechner (44), Anja Müller-Eschenbrücher (51), Brigitte Sperger (53), Winfried Wolke (54), Martin Bichl (59), Stefan Barhainski (40), Tim Arnold (47) und Hermann Kiesmüller (45).