Kiefersfelden – Schon im Jahre 2010 haben sich die Kieferer Bürger Alexandra und Stephan Helmstreit auf den Weg gemacht, Teile der Industriebrachfläche des ehemaligen Marmorwerks, hier zwischen der Innstraße und der Straße „An der Steinsäge“ zum „Ökopark Unterkiefer“, zu renaturieren. Mit viel Einsatz und vielfältigen Aktionen ist ihnen das bis zu einem gewissen Grad auch bestens gelungen, allerdings fiel der Zuspruch in Form von Helfern, Sponsoren und Paten nicht so üppig wie erhofft aus, sodass der rund 2000 Quadratmeter große Ökopark im Moment eher ein Refugium der Ruhe, denn ein Park mit ökologischen Benchmarks ist.
Paten gesucht
Das soll aber nicht so bleiben, denn seit Anfang März dieses Jahres sind mit Heidi und Christian Arbinger hochmotivierte Partner mit im „Ökoboot“, die zusammen mit den Helmstreits das Projekt wieder aufleben lassen wollen. Nachdem in der Vergangenheit die Last hauptsächlich auf den Schultern der Initiatoren Helmstreit lag, soll jetzt eine etwas geänderte Strategie mit vielen ehrenamtlichen Helfern, Sponsoren und „Paten“ den Ökopark wieder zum sprichwörtlichen Erblühen bringen. Zusammen mit dem Ehepaar Arbinger, die seit 2017 in der Kiefer leben, haben sie einen Masterplan zur Revitalisierung des Ökoparks entwickelt. Zusammen mit einer noch zu beauftragenden Fachfirma soll ein genau auf den Park abgestimmtes Revitalisierungskonzept erarbeitet werden, deren Vorgaben dann nach und nach umzusetzen sind. Dazu zählen auch die Anbringung von wetterfesten Info-Schildern an den einzelnen Schaustationen oder den Naturdenkmälern, wie beispielsweise dem mächtigen Nagelfluh-Felsstein inmitten der Anlage. Eine „Homepage-Verlinkung“ ist angedacht und die Einbindung des Ökoparks als Teilprojekt vom „Erlebnisweg Energie“, der in unmittelbarer Nähe am Heimatmuseum Blaahaus und dem gerade eröffneten Wasserspielpark (wir haben berichtet), seinen Anfang nimmt und dann nach mehreren noch festzulegenden Stationen an der großen Gießenbacher Wassermühle enden wird, ist schon weit fortgeschritten. Natürlich soll mit der Aufstellung von Exponaten zum Thema Energie und Umwelt auch eine stetige Aktualisierung des Parks einhergehen, ein noch zu bildendes „Team Ökopark“ soll dies alles zeitnah realisieren. Für Bürgermeister Hajo Gruber ein durchwegs interessantes Projekt und die Hilfe der Gemeinde wurde von ihm bereits signalisiert; der Kiefersfeldener Landschaftsarchitekt Robert Haidacher fungiert da als wichtiges Bindeglied zwischen Initiatoren und Gemeinde. Doch das allein reicht bei weitem nicht aus. Die Begründer und Organisatoren suchen Helfer, Sponsoren, Paten und einfach Menschen, die sich einbringen wollen. Ob mit finanziellen Mitteln, dem wichtigen „Know-how“ oder tatkräftiger Hilfe, „wir sind für alles und jeden dankbar, der den Weg zu uns findet“, so Christian Arbinger. Unter dem Motto „Pack’ mas o“ wird ab Mitte des Monats die Wiesenfläche des Ökopark zunächst gemäht und die Revitalisierungszonen fachmännisch bearbeitet. Dazu gehört zum Beispiel die „Abmagerung“ von Teilen des Bodens, der noch zu viele Nährstoffanteile hat. Schon jetzt ist die Barrierefreiheit des Parks nahezu vollständig und Holzbänke laden zum Verweilen und Entspannen ein. Um das mittig platzierte Insektenhotel summt und brummt es zur Zeit und viele blühende Blumen links und rechts der steinernen Pfade verbreiten angenehme Düfte. Um dem jetzt erfolgten Anschub weiteren „Drive“ zu geben, ist das engagierte Team der Helmstreits und Arbingers froh um jeden weiteren Mitstreiter. Ist doch das Ziel, die Revitalisierung des Ökoparks, ein ökologisch wichtiges und durchaus lohnendes. Interessenten können sich beim team-oekopark@gmail.com informieren oder auch schon ihre Hilfe anbieten, zum Schutze des Lebensraums des Menschen und der Flora und der Fauna.