Riedering unter Schock

von Redaktion

Gemeinderat lehnt Pläne zum Brenner-Nordzulauf entschieden ab

Riedering – Mit harschen Worten belegte Riederings Bürgermeister Josef Häusler (Wählergemeinschaft Söllhuben) die Informationsveranstaltung am 1. Juli mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheurer in Rosenheim bezüglich der Trassenplanung beim Brenner-Nordzulauf. „Diese Planung lehne ich ab.“

Bedarf ist

nicht geklärt

Er begründete dies damit, dass der Bedarf nach wie vor nicht geklärt sei. Riedering sei bei den zwei Trassenplanungen, die östlich von Rosenheim angedacht sind, „ziemlich stark betroffen“. Die Tunnelvariante werde zwar die verträglichste, aber auch die teuerste Lösung. Sollte die Trasse oberirdisch durch Riederinger Gemeindegebiet verlaufen, sei der Riederinger Ortsteil Holzen sogar „komplett“ betroffen.

Die endgültige Trassenauswahl werde Ende 2020 festgelegt, „bis dahin müssen wir kämpfen.“ Sebastian Niedermaier (Freie Wählergemeinschaft Riedering, FWGR) schloss sich dieser Ansicht an, Dominik Summerer (CSU) erklärte, dass man den Gemeinden die Tunnelvariante schmackhaft habe machen wollen.

Aber es habe ja auch schon in den OVB-Heimatzeitungen gestanden, dass westlich von Rosenheim der Untergrund schlecht sei, sodass die oberirdischen Varianten wohl eher in Betracht kommen werden. Und das betreffe dann Riedering: „Zwei Trassen quer durch unser Gemeindegebiet!“

Infomarkt zum

Nordzulauf

Bürgermeister Häusler nannte dem Gremium als nächsten Termin bezüglich eines Infomarkts Brenner-Nordzulauf den Mittwoch, 24. Juli. Dann soll beim Hirzinger in Söllhuben zwischen 16 und 20 Uhr eine Veranstaltung stattfinden, bei der DB und ÖBB nach der Vorstellung der auf fünf reduzierten Grobtrassen zum Brenner-Nordzulauf interessierte Bürger und Bürgerinnen über die anstehenden Planungsschritte informieren wollen.

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