Kiefersfelden – Eine Nigerianerin hat sich offenbar seit sieben Jahren mit gefälschten Papieren in Europa aufgehalten. Am Montag hat die Rosenheimer Bundespolizei in den frühen Morgenstunden die Afrikanerin auf der Inntalautobahn festgenommen. Sie hatte versucht, mit einem gefälschten Pass die Grenze zu passieren. Bei der Kontrolle der Insassen eines Fernbusses zeigte eine Nigerianerin ihren Reisepass vor. Eine kriminaltechnische Untersuchung bestätigte allerdings den Verdacht der Polizeibeamten, dass das Dokument gefälscht sei. Im Pass der 31-Jährigen war die Lichtbildseite durch eine nachgeahmte Seite ersetzt worden, teilte die Polizei mit. Eigenen Angaben zufolge sei die nigerianische Staatsangehörige vor etwa sieben Jahren aus ihrem Heimatland geflohen und ohne Papiere nach Frankreich gekommen. Um keinen Ärger mit der Polizei zu bekommen, hätte sie sich den Reisepass „besorgt“. Dass es sich dabei um eine Fälschung gehandelt habe, sei ihr nicht bewusst gewesen. Mit dem gefälschten Dokument hatte sie sich bei den französischen Behörden wohl eine Aufenthaltserlaubnis erschwindelt. Der Frau wurde die Einreise ins Bundesgebiet verweigert; sie wurde wegen Urkundenfälschung und versuchter unerlaubter Einreise angezeigt.