Pittenhart-Niederbrunn – „Fritz Baer ist ein Zahnrad am Hilgerhof.“ Mit diesen Worten drückte Bürgermeister Sepp Reithmeier die wichtige Rolle von Baer für das Funktionieren des Betriebes an der Dokumentations- und Begegnungsstätte aus. Anlass war die Vernissage von Baers Ausstellung „Gemalte Poesie“ in den Räumen der Hilgerhof-Galerie. Denn Reithmeier ist zugleich Vorsitzender des Kulturvereins Hilgerhof, und das Interesse an dem Museum und dem Veranstaltungsort verbindet ihn mit dem Künstler.
Das Besondere an der Ausstellung Baers ist der Gleichklang von bildender Kunst und Poesie, von gemalten und sprachlichen Bildern. So war es nur folgerichtig, dass die Vernissage abgerundet wurde durch eine Lesung jener Gedichte, mit denen Fritz Baer in seinem neuen Buch Geschichten zu den dort abgebildeten Aquarellen erzählt. Darunter sind auch die Bilder der Ausstellung. In der Galerie werden ebenfalls Gemälde und Texte einander zugeordnet. Dabei sind die Gedichte keine bloße Wiedergabe der Gemälde, sie erzählen eher etwas über Beweggründe und Herangehensweise des Künstlers zu seinen Themen. „Mit der Seele malen“, heißt es in einem Gedicht. Ein weiteres „Urgestein des Hilgerhofs“ – so Reithmeier – unterstützte Fritz Baer: Es war Karl Heinz Fürst, im Chiemgau bekannt als Geschichtenerzähler. Sanna Meissner aus Oberbrunn untermalte die Ausstellung musikalisch mit Harfe, Geige und Gesang.
Die Ausstellung ist noch bis Mittwoch, 7. August, zu besichtigen, täglich außer Montag von 14 bis 18 Uhr.igr