Eine Strapaze für die Lachmuskeln

von Redaktion

Volkstheater Bad Endorf überzeugt mit „Herkules der Musterstier“

Bad Endorf – Als sich der Vorhang des Volkstheaters Bad Endorf zur Premiere des heiterem Stücks „Herkules der Musterstier“ aus der Feder von Marianne Santl geöffnet hatte und die Darsteller in ihren maßgeschneiderten Rollen auflebten, wurden die Lachmuskeln der Zuschauerschar stark strapaziert. Das Publikum geizte nicht mit Szenenapplaus. Mimik, Gesten und viele kleine Details verschmolzen zur lustigen Theaterkost, welche die Laienspieler einem begeisterten Publikum im Theaterhaus an der Rosenheimer Straße zur Premiere boten.

Unter der Regie von Annemarie Ramoser bringt die Theatergesellschaft Bad Endorf zurzeit den Dreiakter „Herkules der Musterstier“ von Marianne Santl auf die Bühne. Es ist ein abgedrehtes, urbayerisches Stück.

Das Stück handelt von einem Bauern namens Sixtus (Hermann Siferlinger), der mit seinem Freund, dem Viehhändler Alois (Gerhard Feichtner) nach München zur Landwirtschaftsausstellung fährt und auf eine Prämierung seines herrlichen Zuchtstieres Herkules hofft. Ihre Ehefrauen, gespielt von Ina Siferlinger und Marlene Dickl, vermuten, dass mehr dahintersteckt, dass ihre Männer in München nicht nur den Stier, sondern auch die Sau raus lassen möchten. Heimlich fahren sie den beiden hinterher.

Das ruft den Polizisten Schleich (Konrad Hamberger) auf den Plan, denn die Frauen fahren viel zu schnell und werden prompt erwischt. Ohne Führerschein und mit einer saftigen Geldstrafe bleibt ihnen nichts anderes übrig als auf die Rückkehr ihrer Männer zu warten.

Erst spät in der Nacht tauchen Bauer Sixtus und sein Freund Alois wieder auf. Ohne Stier, ohne Geld, dafür mit zahlreichen Blessuren und einem schlechten Gewissen. Als dann auch noch eine unbekannte, sehr hübsche Frau (Sophia Schröder) auf dem Hof auftaucht, ist endgültig der Teufel los…

Das Stück glänzte mit zahlreichen Gags und einer hoch motivierten Schauspieler-Truppe. Davon kann man sich noch dreimal selbst überzeugen. Bis zum 16. August hebt sich freitags jeweils um 20 Uhr der Vorhang.

Karten gibt es über die Webseite des Theatervereins, www.theater-endorf. de, oder an der Theaterkasse, Telefon 08053/3743.

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