Neubeuern – Zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 hielt Rektor Günther Kessler seine erste Lehrerkonferenz ab, Ende Juli 2019 seine letzte. Und ab dem heutigen 1.August ist er höchst offiziell Pensionär.
Während seiner Schulleiterzeit in der Hohenau-Schule pflegte er die Kultur der offenen Tür für seine Lehrerkollegen ebenso wie für die Schüler. Aus Dankbarkeit für sein stets offenes Ohr und seine Hilfsbereitschaft bescherten ihm die Schüler mit Liedern, Tänzen, Raps, Gedichten und Theater einen tollen letzten Schultag. Dabei inspirierte die Schüler der 15 Klassen durchwegs das Maßband, das jetzt aufgebraucht ist (Gedicht der 6a) und die Zeit bis hin zum Treff im Altersheim (Sketch der Klasse 7a). „Es ist vorbei, mach kein Gschrei“, so der gute Rat im Abschieds-Rap der 3. Klasse. Zwischendrin noch ein paar Zukunftsprognosen der 1b und 4b in ihrem Stück „Ihr werdet euch noch wundern, wenn ich erst Rentner bin“. So stimmte der Babysitter-Blues auf die Addition der Enkelkinderzahl ein und seine damit begründete Reiselust nach Schweden. Das Orakel prophezeite rosige Zeiten für das Ehepaar Kessler mit vielen Wohnmobilreisen, denn „mit 64 Jahren fängt das Leben an“.
Schulamtsdirektor Edgar Müller bescheinigt Kessler eine ruhige, besonnene, tolerante, innovative und gewissenhafte Wesensart, mit der er die Schule führte und junge Menschen prägte.
Tiefe Spuren hinterließ Kessler an der HohenauSchule: Er öffnete die Schule nach außen, integrierte Tablets in den Unterricht, vollzog das Namensgebungsfest der Hohenau-Schule, erklärte die Schule zum Musikkompetenzzentrum, förderte Kreativität im Klassenverbund. Die Pausenhöfe bekamen Malerei, Boulderwand und Spielgeräte.
„Einen guten Start in die Ferien, die niemals enden werden und sportlich zum Mountainbiken und Badmintonspielen genutzt werden können“, übermittelte Bürgermeister Georg Huber vom Samerberg.
Manuela Biersack aus Brannenburg ist Kesslers Nachfolgerin.rep