Kleine Details mit großer Wirkung

von Redaktion

Innenausbau Neues Rathaus in Großkarolinenfeld nimmt Gestalt an

Großkarolinenfeld – Um was man sich alles Gedanken machen muss, wenn man ein neues Rathaus baut, zeigte sich in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Denn nicht nur die Architektur und Technik eines Gebäudes müssen passen, auch der gesamte Innenausbau muss stimmig und funktional sein, damit sich Mitarbeiter und Bürger darin wohlfühlen. Im Ausschreibungspaket „Innenausbau II“, das beim Neubau des Großkarolinenfelder Rathauses ansteht, geht es um Details wie die Bodenbeläge, Schreinerarbeiten und WC-Trennwände. Stephan Leissle und Elisabeth Piront vom Architekturbüro Behnisch stellten die Gewerke vor.

Roter Teppich führt zur Bürgerinfo

So bekommt der Sitzungssaal im Erdgeschoss zum Beispiel ein Massivholzparkett aus Eiche, der Teppichboden in den anderen Räumen wird in einem Grauton gehalten. Im Bereich der Bürgerinformation ist ein roter Teppich als Blickfang angedacht. Das gleiche Rot ist für den Teppichboden im Obergeschoss vorgesehen.

Wo im Erdgeschoss in den Eingangsbereichen Werkstein geplant ist, soll sich dieser an der Gestaltung des Außenbereiches orientieren. Dort sollen die Steinplatten in drei Grautönen an das Muster von Torfstechfeldern und damit an die Geschichte des Ortes erinnern. Während der Werkstein im Äußeren rauh und robuster ist, soll er im Inneren glatter und damit leichter zu reinigen sein.

Die Sanitärräume werden bis auf eine Höhe von 1,20 Metern gefliest. Das öffentliche und von außen zugängliche WC bekommt Fliesen auf 1,90 Meter Wandhöhe, der Sozialraum mit Dusche im Obergeschoss wird wandhoch gefliest. Für die Sanitärräume sind hellgraue Böden vorgesehen, die Fliesen sollen in einem hellen Grün gehalten werden. Laut der Planer stelle dieser Akzent auch sicher, dass sich Menschen mit Sehbehinderung zurechtfinden. Die WC-Trennwände sollen eine flächenbündige Front haben, in einer neutralen Farbe gestaltet sein und Beschläge aus Edelstahl besitzen. Als Material sind Spanplatten mit Beschichtung angedacht.

Bei den Schreinerarbeiten betonte Planerin Piront, dass die konkreten Ausführungen mit den Rathaus-Mitarbeitern abgesprochen werden. Denn die sind es schließlich, die ihren Arbeitstag in den Büros verbringen, wissen, was sie brauchen und wollen. Die Schreibtische der Bürgerinfo müssen zum Beispiel so gebaut sein, dass man sie mit einem Rollstuhl gut anfahren kann. Die Schrankwände im Obergeschoss werden von Nischen unterbrochen. In diesen sollen Sitzbänke integriert werden.

Auch Teeküchen wollen durchdacht sein. Die Küche beim Trauungssaal bekommt neben Spülbecken, Kühl-Gefrierkombi, Backofen und Co. eine Gastrospülmaschine, damit man auch größere Mengen Geschirr schnell wieder sauber bekommt. Die Teeküchen bei der Bürgerinfo und die Personalteeküchen werden mit einer Getränkestation ausgestattet.

Lochblech vor die Luftwärmepumpe

Eine nachträgliche Info gab es im Bereich der Schlosserarbeiten. Weil die ursprünglich geplante Klinkerfassade wegen zu hoher Kosten nicht realisiert wird, habe man nach einer neuen Lösung für die Fassadenverkleidung der Luftwärmepumpe gesucht. Fündig wurde man mit einer Lochblechfassade, die von außen demontierbar ist und farblich angeglichen werden kann.

Zum weiteren Zeitplan berichtete Planer Leissle, dass die Ausschreibung von Paket II Anfang Oktober erfolgen könnte. Eine Vergabe wäre dann voraussichtlich im November. Im letzten noch ausstehenden Paket „Innenausbau III“ steht dann noch die Möblierung aus – und damit wieder viele kleine Details, die gut durchdacht sein wollen.

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