Kämmerin mahnt Disziplin an

von Redaktion

Gemeinderat Eggstätt Verschieben von Mitteln unterbunden, Wasserwacht wartet

Eggstätt – Der Steg am Hartsee ist wieder sicher. Die Wasserwacht kümmerte sich selber um die stabile Verankerung am befestigten Ufer und alle anderen notwendigen Arbeiten. Kostenpunkt: 4084,71 Euro. Der Gemeinderat erklärte sich schon in seiner Sitzung im Juli bereit, diese Kosten zu übernehmen. Und einen Zuschuss von 1000 Euro gab‘s auch noch.

Da hakte dann Kämmerin Diana Durnev ein und erklärte in der jüngsten Sitzung auch warum. Die 1000 Euro Zuschuss seien nicht im Haushalt eingeplant, die Sanierungsmaßnahme schon gar nicht.

First Responder
treten Zuschuss ab

Die First Responder Eggstätt sind im Gemeindehaushalt sehr wohl vertreten. Zugunsten ihrer wassergebundenen Rettungskollegen verzichteten sie auf die ihnen zugedachten 1000 Euro. Damit gibt es für die Wasserwacht 1000 Euro Zuschuss und jetzt ersteinmal ein Viertel der Sanierungskosten.

Die Übernahme der kompletten Kosten, vom Gemeinderat bereits zugesagt, muss laut Kämmerin bis 2020 warten. Zumal auch die Rechnungen noch nachgereicht werden müssen. Der Zweite Bürgermeister Christian Glas (Freie Bürger Eggstätt, FEG) meinte zwar, dass die Uferbefestigung nicht Aufgabe der Wasserwacht, sondern der Kommune wäre, und deshalb das Geld doch aus dem Ansatz Wegebau kommen könne.

Das hielt Diana Durnev nicht für sinnvoll. Natürlich leiste die Wasserwacht wertvolle Arbeit, dennoch sei für weitere Auszahlungen im Haushalt 2019 kein Ansatz vorhanden. Deswegen eine Mittelübertragung sei aus Gründen der Haushaltsdisziplin nicht empfehlenswert. Sinnvoller sei es, die Restsumme im kommenden Jahr auszuzahlen.

Glas merkte an, dass dann der Ansatz bei den Erste-Hilfe-Leistenden zu erhöhen sei. Thomas Nitzinger (FEG) schloss sich dieser Ansicht an, der Rettungsdienst gehöre „aufgestockt.“

Bürgermeister Hans Schartner (ÜWG) verlas den Beschlussvorschlag, wonach der Zuschuss keine Änderung von Haushaltsansätzen nötig mache, dem schließlich alle Gemeinderäte zustimmten. In einem weiteren Punkt ging es dann um die Restsumme. Die noch ausstehenden gut 3100 Euro sollen, so der Vorschlag der Verwaltung, in den Haushalt des kommenden Jahres eingestellt werden.

Glas befand, dass obendrauf noch die nächstes Jahr zu erwartenden Aufgaben angefügt werden sollten. Schartner erwiderte, dass es nur um diese Summe gehe, die in den Haushalt 2020 eingestellt werden müsse. Stephan Fronhöfer (FEG) mahnte die Haushaltsdisziplin an und erklärte, dass die Rechnungen einsehbar sein sollten.

Mittel werden 2020 im Haushalt eingeplant

Schartner fasste den Beschlussvorschlag zusammen, wonach der Gemeinderat der Wasserwacht Eggstätt für die Steg- und Ufersanierung einen Zuschuss in Höhe von 3100 Euro genehmigt. Dafür sind im Haushalt 2020 Mittel bereitzustellen und der Betrag ist nach Genehmigung des Haushalts 2020 auszuzahlen. Mit Ausnahme des Wasserwacht-Vorsitzenden Gerhard Eder, der an der Beratung und Abstimmung aufgrund persönlicher Beteiligung nicht teilnahm, votierten alle anderen Gemeinderäte einstimmig auch für diesen Beschlussvorschlag.

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