Großkarolinenfeld – Auf dem landwirtschaftlichen Anwesen beim „Steffl“ in Hub, Gemeinde Großkarolinenfeld, wurde Geburtstag gefeiert. Georg Resch, Sänger, Musiker und Landwirt mit Leidenschaft feierte seinen 85. Geburtstag. Im Haus seines Sohnes, wo der Jubilar die Gäste willkommen hieß, drängen sich die Gratulanten. Darunter war auch Organist Konrad Liebscher, dem der Jubilar vor 20 Jahren nach gut vier Jahrzehnten den Dirigentenstab des Männergesangvereins Ellmosen übergab.
Bereits als 17-Jähriger besuchte Resch die Organistenschule in München. Nach Abschluss der Schule war er in der katholischen Heilig-Blut-Kirche in Großkarolinenfeld, in der Kirche Sankt Margareta Ellmosen und in der Kirche Heilig Kreuz in Thann im Wald über 65 Jahre als ehrenamtlicher Organist tätig. Im Jahre 2017 erhielt er von der Bad Aiblinger Pfarrei die Auszeichnung „Ehrenorganist“.
Damit nicht genug. Mit der Zither begleitete er noch die Männerchöre Rohrdorf und Ellmosen bei ihren Auftritten. Und nebenbei war er noch Landwirt, verheiratet und hatte drei Kinder. Inzwischen kamen sieben Enkel und ein Urenkel dazu.
Bei seiner Heirat im Jahre 1961 mit seiner Anna, die aus Großkarolinenfeld stammte, übernahm er den Einödhof von seinen Eltern in Hub. Heute bewirtschaftet sein Sohn Stefan mit der Familie den Bauernhof und betreut den Austragsbauer liebevoll. Anna starb 2007.
Seine große Leidenschaft war auch das Schachbrett. Jede freie Minute, die ihm die Ehrenämter und die Landwirtschaft ließen, spielte er Schach. Er nahm auch an Turnieren teil. So wurde er 1963 und 1965 Klubmeister beim Schachclub in Bad Aibling. Im Jahre 1968 forderte Resch sogar den damaligen amtierenden russischen Schachweltmeister Petrosjan bei einem Turnier heraus. Aufgrund seiner hervorragenden Leistung konnte Resch das Spiel mit einem Remis beenden. gr