Riedering – Jahrelanges Hickhack, das in einem Vorwurf des Schwarzbaus gipfelte (wir berichteten), ist vorerst beendet: Einstimmig genehmigte in der jüngsten Sitzung der Gemeinderat die Erweiterung der Seegaststätte Ecking.
Neue Terrasse mit Seeblick geplant
Laut Antragsteller soll die bestehende Überdachung im Erdgeschoss (vier mal 15,4 Meter) eingehaust und eine neue Terrasse (3,90 mal 15,4 Meter) errichtet werden. Im Freiflächengestaltungsplan ist die neue Terrasse mit einer Hecke sowie einem Fußweg zum Steg zum bestehenden Badeplatz abgegrenzt. Im Nordwesten der Gaststätte werden im Freibereich entlang des Kiesweges sowie am Kioskgebäude weitere Bewirtungsflächen betrieben.
Bürgermeister Josef Häusler (Wählergemeinschaft Söllhuben, WGS) fasste kurz den Sachverhalt zusammen. Das Bauvorhaben befinde sich im Außenbereich, eine Erweiterung der Gaststätte erscheine zulässig. Das Gebäude wurde bereits 1996 und 2007 erweitert. Die nun beantragte Einhausung der Überdachung sowie die Ergänzung einer befestigten Terrasse sei demnach als zulässig zu erachten.
Die Überdachung über der „Terrasse“, die nicht genehmigt wurde, wird zurückgebaut. Schon im März 2018 hatte der Bauausschuss den Antrag zur nachträglichen Genehmigung des Anbaus abgelehnt. Im Sommer dann erfolgten Gespräche im Landratsamt, wonach die Rücknahme des Bauantrags sowie der Rückbau und das Vorlegen eines Freiflächengestaltungsplans in Aussicht gestellt wurden.
Im November beschloss der Gemeinderat, sich eine neue Planung auf der genehmigten Planungsgrundlage aus dem Jahr 2008 inklusive Freiflächengestaltungsplan durch das Landratsamt Rosenheim vorlegen zu lassen. Insbesondere sollten dabei die Wege und Liegewiese frei von einer Bestuhlung gehalten werden.
In der Februar-Sitzung dieses Jahres stellte Geschäftsleiter Dr.Andreas Uhlig den erneuten Antrag vor, in dem unter anderem auch ein Rückbau des Schwarzbaus zugesichert wurde. Im Juni gab es zu diesem Thema erneut eine Beratung im Gemeinderat, in der der sofortige Rückbau der neu aufgekiesten Fläche beschlossen sowie eine Stellungnahme der unteren Naturschutzbehörde eingefordert wurde.
Plan von 2008 ist
jetzt Makulatur
In der jüngsten Gemeinderatssitzung nun stellte Häusler den Plan samt vorgesehener Begrünung vor. Sebastian Niedermaier (Freie Wählergemeinschaft Riedering, FWGR), der 2018 die Erweiterungen der Seegaststätte über die vergangenen Jahre als „Schwarzbau“ tituliert hatte, begrüßte den vorliegenden Plan. So könne man das Ganze „ein bisschen transparent“ machen“, der Plan von 2008 sei damit „Makulatur“. Häusler erklärte, dass er „aufs Landratsamt vertraue“ und dass die Baumaßnahmen „an Kirta gemacht“ sein sollten.
Einstimmig erteilten die Gemeinderäte dem Bauvorhaben, der Erweiterung der Seegaststätte in Ecking, das Einvernehmen.