Sicher zum Schulbus

von Redaktion

Gemeinderat Grosskarolinenfeld Querungshilfe und Gehweg in Thonbichl zu teuer

Großkarolinenfeld – Sie machen sich auf einen gefährlichen Weg, die Kinder aus Petzenbichl und Haslau in der Gemeinde Großkarolinenfeld, wenn sie am Morgen zur Bushaltestelle gehen.

Denn der Bushalt im nahe gelegenen Thonbichl liegt an der viel befahrenen Staatsstraße 2080 und noch dazu auf der anderen Straßenseite. Die Stelle gilt als Unfallschwerpunkt, die Kreuzung ist unübersichtlich, es gibt auf einer Seite keinen Gehweg und es ist schwer, über die Straße zu kommen.

Unfallschwerpunkt soll entschärft werden

Deswegen hat die Gemeinde beschlossen, an der Westseite der Staatsstraße 2080 einen Gehweg zu bauen, eine Querungshilfe einzurichten, eine Verschwenkung in der Mühlbachstraße sowie eine neue Bushaltestelle an der Hauptstraße. Die Planungen dazu laufen schon länger.

Nachdem die Regierung von Oberbayern die Kommune im Januar informiert hat, dass eine Förderung der Maßnahme wegen geringer Förderkontingente nicht möglich ist, wurde das Vorhaben zurückgestellt. Weil man vor hatte, es nun erneut für eine Förderung einzureichen, wurden die Kosten aktualisiert. Was dabei heraus kam, sorgte für Ernüchterung.

„Wir sind erschrocken über die Kosten“, sagte Bürgermeister Bernd Fessler (Parteifrei) in der Gemeinderatssitzung. Es sei „ein Fass ohne Boden“, meinte auch Georg Schollerer vom Ingenieurbüro Roplan. Er stellte die Planungen vor und skizzierte Schwierigkeiten wie die komplizierte Entwässerung, die nötige Angleichung an die Neigung der Anliegergrundstücke oder die nötige Verziehungslänge der Verschwenkung. Eine starke Preisentwicklung in der Baubranche mit Preissteigerungen von zehn bis 15 Prozent erhöhe die Kosten immens.

Dazu kommt eine Ablösevereinbarung mit dem staatlichen Bauamt, die Fessler erklärte. „Die Gemeinde soll dem Freistaat 28000 Euro zahlen wegen der Mehrkosten von Schneepflug und so weiter“, berichtete er. In der Berechnung hatte das Bauamt die Mehraufwendungen für Erneuerung und Unterhalt ermittelt.

Obendrauf auf die Gesamtkosten müsse man noch das Risiko weiterer Preissteigerungen kalkulieren. Insgesamt beläuft sich die Kostenberechnung damit auf knapp 390000 Euro.

Ein Wendehammer

in Petzenbichl

Viel zu teuer, war sich der Gemeinderat einig. Doch wie sollte man trotzdem die Schulwegsicherheit für die Kinder gewährleisten? Eine mögliche Lösung, die nun geprüft wird, kam von Josef Lausch (GBV). Das Gemeinderatsmitglied wohnt selbst in Petzenbichl und schlug vor, der Gemeinde einen Teil seines Grundes zur Verfügung zu stellen. Dort könne man einen Wendekreisel für den Bus einrichten, damit dieser die Kinder direkt in Petzenbichl abholen kann. Da Schulbusse nicht rückwärts fahren dürfen, müsste er dort umdrehen können.

Eine gute Lösung, fanden auch die übrigen Gemeinderatsmitglieder. Sie beschlossen daher, auf Gehweg und Querungshilfe zu verzichten, aber die Kosten zumindest für eine neue Bushaltestelle in der Hauptstraße sowie für eine Verschwenkung in der Mühlbachstraße zur Verkehrsberuhigung zu ermitteln. Damit soll sich dann der Bauausschuss befassen.

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