Aschau – „Mit zwei Aushilfskräften fing vor über 30 Jahren alles an, heute hat der Ökumenische Sozialdienst Priental (ÖSP) einen festen Mitarbeiterstamm von über 60 Frauen und Männern“ – so erinnerte der Vorsitzende des ÖSP, Lorenz Ablinger, an die Anfänge. Diese Ära geht nun zu Ende. Denn Maria Reich, die den Dienst als Pflegedienstleiterin aufbaute, geht in den Ruhestand. Nachfolgerin ist die bisherige Stellvertreterin Michaela Brühl. Gemeinsam verabschiedeten die beiden Vorsitzenden Ablinger und Dr. Gerhard Weidenthaler ihre leitende Mitarbeiterin. Längst sei ein weit verzweigtes System entstanden, um die mobile Pflege zwischen Sachrang und Wildenwart in den Gemeinden Aschau und Frasdorf sicherzustellen. Nächstes Ziel: der Neubau der teilstationären Senioren-Tagespflegestätte in Aschau. Reich habe es verstanden, die wachsenden Anforderungen an den Dienst durch die Patienten und ihre Angehörigen und die überbordende Bürokratie unter einen Hut zu bringen. Die Anforderungen an die Pflege selbst unterlagen in diesen 30 Jahren einem stetigen Wandel, den die Pflegedienstleiterin frühzeitig erkennen musste. Bei allen Überprüfungen des ÖSP schloss der Dienst immer mit der Bestnote ab. Durch Weiterbildungen sei ein ganz besonderes Level erreicht worden. Reich habe frühzeitig erkannt, so Ablinger, dass viele Angehörige mit der Betreuung ihrer Demenzkranken überfordert seien und eine Auszeit brauchten. So entstand für die Betreuung der erkrankten Frauen und Männer die Memory-Gruppe. Sie ist heute fester Bestandteil beim ÖSP. „Maria Reichs Geschick im Umgang mit Menschen und ihr Einfühlungsvermögen waren auch der Grund, dass der Ökumenische Sozialdienst Priental in unserem Einsatzgebiet und in Fachkreisen so anerkannt ist“, sagte Ablinger.reh