Obing – Augenscheinlich gibt es derzeit noch ein Bauvorhaben, das großen Einfluss auf das Gesicht der Ortsmitte Obings hätte. Denn zu Beginn der Sitzung stellte PAO-Gemeinderat Thomas Breu den Geschäftsordnungsantrag, einen Tagesordnungspunkt aus dem nicht öffentlichen Teil der Sitzung in den öffentlichen zu verschieben, da es dabei um ein Gebäude mit ortsprägendem Charakter an wichtiger Stelle gehe, und zwar um grundsätzliche Überlegungen zu einem Bauvorhaben, bei denen finanzielle Daten überhaupt nicht genannt werden müssten. Breu sah in der nicht öffentlichen Beratung vor allem einen Widerspruch zur bisherigen Vorgehensweise bei der Erstellung des Interkommunalen Entwicklungskonzeptes: „Wir reden darüber, dass im IKEK-Prozess die Bürger eingebunden werden müssen und dann besprechen wir ein Bauvorhaben hinter verschlossenen Türen, das starke Auswirkungen auf die Realisierung des Konzeptes haben wird.“
Bürgermeister Sepp Huber (FW) erklärte, dass auf Wunsch des Bauherrn seine Vorstellungen erst einmal im geschlossenen Kreis der Gemeinderäte zur Meinungsbildung vorgestellt werden sollten. Thomas Breu wunderte sich: „Werden in Zukunft alle größeren Bauvorhaben in der Gemeinde Obing in der nicht öffentlichen Sitzung besprochen, wenn es der Bauherr wünscht?“
Die Mehrheit der Gemeinderäte hatte jedoch kein Problem mit dieser Vorgehensweise, für die Verlegung in die öffentliche Sitzung stimmten nur die drei PAO-Gemeinderäte sowie Hans Schloder und Peter Wurmannstätter von den Freien Wählern. igr