Planänderung für geschätzte Firma

von Redaktion

Gemeinderat Verkehrsflächen erfordern Änderung des Bebauungsplans „Am Kroit II“

Amerang – Die Zufahrten zum Logistikgebäude waren es, die jetzt den Gemeinderat mit einer Änderung des Bebauungsplanes „Am Kroit II“ beschäftigten.

Im Rahmen der Erstellung der Objektplanung für das durch die Firma Auer Packaging geplante Logistikgebäude stellte sich aktuell heraus, dass mit den bestehenden und geplanten Gebäuden zwar der GRZ-Wert – also die überbaubare Grundfläche – von bisher festgesetzt 0,45 eingehalten wird. Bei der Ermittlung der tatsächlichen GRZ führten jedoch die zu berücksichtigenden Verkehrsflächen, die Zufahrten zu den Gebäuden, zu einer Überschreitung der zulässigen Grundflächenzahl um etwa 0,15.

Laut Unterer Bauaufsichtsbehörde im Landratsamt kann eine Überschreitung der überbaubaren Grundfläche in dem dargestellten Ausmaß nicht im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens zugelassen werden und erfordere eine Änderung des Bebauungsplans.

Um einer angemessenen betrieblichen Entwicklung des betroffenen Unternehmens nicht im Wege zu stehen kam der Rat zur Überzeugung, im Bebauungsplan das zulässige Maß der baulichen Nutzung hinsichtlich des Höchstmaßes der überbaubaren Grundflächen anzupassen.

Die im Geltungsbereich liegende bebaubare Grundfläche umfasst gerundet 49600 Quadratmeter (4,96 Hektar). Mit einer erhöhten GRZ auf 0,50 würden durch Gebäude überbaute Flächen von insgesamt 24800 Quadratmetern zugelassen. Nach dem aktuellen Stand der Planung wird mit der Umsetzung des geplanten Logistikgebäudes durch Gebäude eine Grundfläche von etwa 18600 Quadratmetern überbaut.

Nur eine Gegenstimme

Das Gremium sprach sich mit einer Gegenstimme dafür aus, die Änderung des Bebauungsplans „Am Kroit II“ im beschleunigten Verfahren als Bebauungsplan der Innenentwicklung einzuleiten.Die Änderung des Bebauungsplans soll ohne Durchführung einer Umweltprüfung erfolgen.

Gemeinderat Andreas Schausberger (ÖDP) fand, dass ein ökologischer Ausgleich in irgendeiner Form erfolgen solle. Bürgermeister Gust Voit und sein Stellvertreter Werner Fröwis (beide CSU) waren dagegen der Auffassung, dass das Unternehmen die geforderte Grünordnung bisher weit über das gesetzlich geforderte Maß umgesetzt und bei der Umsetzung der Ausgleichsfläche für Zauneidechsen ökologische Maßstäbe gesetzt habe.

Rupert Rußwurm (CSU) erinnerte daran, dass dem Bebauungsplan mit drei großen Objekten zugestimmt worden sei. Die Freiflächen seien genau so definiert gewesen. Letztlich handle es sich nur um einen theoretischen Punkt, der zu ergänzen sei.

Artikel 3 von 11