Titlmoos – „Da muss man einfach dabei gewesen sein. De Trachten und de Musi. Boarischer geht´s net“, zeigten sich Besucher des zwölften Duanix-Benefizfestes in Titlmoos begeistert.
„Und noch dazu, weil heute Abend neben der Musik auch der Gedanke des Helfens im Vordergrund steht“, so ein Gast aus Schnaitsee.
Genauso wollen es die Musiker aus Titlmoos haben: „Essen und Trinken ist frei – aber wir hoffen darauf, dass viele Spenden für einen guten Zweck gesammelt werden können“, forderte Tobias Lerner die Gäste durch die Blume auf, einen Beitrag für die gute Sache zu leisten.
Seit Jahren spenden die Musikanten für hilfsbedürftige Kinder in der Region. Bei dieser Volksmusiknacht ging der Erlös an den Verein „Schellen Sau“ für die Unterstützung der jungen Lisa aus der Gemeinde Babensham.
Der Abend begann mit einem Dankgottesdienst, den Diakon Sepp Huber, selber Musiker der Innleit´n-Musi, in der kleinen Titlmooser Kirche zelebrierte. Allein schon der „Zeitlang-Gsang“ sorgte für Momente der Besinnung beim Zuhören.
Diakon Huber stellte in seiner Predigt die Liebe als höchste Priorität des Glaubens in den Vordergrund. Aber er fand auch kritische Worte zur Kirche in der heutigen Zeit: „Manche predigen Wasser und trinken Wein. Für viele ist das nicht mehr glaubwürdig und sie suchen woanders.“
Zum Abschluss hob er die „Duanix-Musi“ hervor, die den Blick auf die Leute haben, denen es nicht so gut geht. Er wünschte allen Gästen des Gottesdienstes immer ein offenes Herz für die Mitmenschen.
Mit den Vätern
auf der Bühne
Im kleinen Bierzelt eröffnete die „Duanix-Musi“ das Benefiz-Volksmusikfestival. Vor dem Auftritt dankte Tobias Lerner allen, die zu dem Gelingen des Festes beigetragen hatten und mit ihren Spenden den Erfolg des Benefizgedankens unterstützten.
Danach zeigte das Quartett mit Tobias und Klaus Lerner, Fawe Eibl und Tobias Winkler, was es drauf hat – instrumental sowie gesanglich. Als nächste Gruppe waren mit dem „Huber-Blech“ mehrere junge Musikanten mit ihren Vätern auf der Bühne.
Es war wunderbar anzuschauen, wie junge Musiker sich der Volksmusik hingeben und zeigen, was gemeinsam im Familienverbund musikalisch möglich ist.
Die „Moosbach-Musi“ aus dem Rosenheimer Raum animierte zum Tanzen. Für eine volle Tanzfläche sorgten auch die Musikanten der „Innleit‘n-Musi“. Die Gruppe ist im Schnaitseer Raum gut bekannt.
Den vorläufigen Abschluss machten in diesem Jahr die „Außergebirg-Musikanten“. „Mia san siem junge Buam und spuin a schmissige Tanzmusi“, stellten sie sich vor.
An der Bar wurde noch kräftig bis in den frühen Morgen gefeiert.