Die neue Sporthalle macht sich flach

von Redaktion

Gemeinderat Frasdorf Baubeginn für Millionenprojekt 2020 angepeilt

Frasdorf – Die Gemeinde Frasdorf wird eine neue Schulsporthalle an der Wastl-Fanderl-Grundschule bauen. Ohne Gegenstimme beschloss der Gemeinderat den Neubau einer Turnhalle mit den notwendigen Nebenräumen auf dem Südwestteil des gemeindeeigenen Schulgrundstücks an der Ecke Linsenmannstraße/Josef-Pertl-Weg.

Die alte Halle aus den 60er-Jahren soll mitsamt der angebauten ehemaligen Gemeindeverwaltung (zuletzt genutzt als Bibliothek und Schule der Künste) nach der Fertigstellung des Bauwerks abgerissen werden.

Konkrete Vorstellungen, wie die weitere Nutzung des Grundstückes aussehen könnte, liegen derzeit noch nicht vor. Einen gewissen Anteil des bisherigen Turnhallengrundstücks wird der neue Pausenhof beanspruchen, da ein Großteil des jetzigen Pausenhofes mit den Großspielgeräten überbaut wird. Ob ein Anbau für die Bücherei erstellt wird oder ob das verbleibende Grundstück für eine weitere Nutzung durch die Schule verbleibt, muss noch geklärt werden.

Schulsport geht ohne Einschränkung weiter

Mit der Schulleitung und dem Schulamt in Rosenheim wurden im Vorfeld alle notwendigen Maßnahmen abgesprochen. Schulleiter Thorsten Deneke begrüßt den Neubau der Sporthalle, durch die zeitliche Staffelung von Neubau und Abriss gehen der Schule keine Sportstunden verloren. Der Sportunterricht kann bis zum Umzug aus der Turnhalle in den Neubau ohne Einschränkungen weitergeführt werden.

Die Verwaltung erhielt vom Gemeinderat den Auftrag, das Projekt zügig weiter voranzutreiben, sich bei der Regierung um die entsprechenden Zuschüsse zu bewerben und die Architektenausschreibung anzugehen. Im Haushalt von 2020/2021 sind entsprechende Mittel einzustellen. Im ersten Entwurf der Planungsgruppe Strasser werden zwischen zwei und drei Millionen Euro brutto für das Projekt veranschlagt, die Zuschüsse dürften bei etwa 600000 Euro liegen.

Der Bedarf für eine neue Sporthalle besteht in der Gemeinde schon länger, die vorhandene Turnhalle ist mit ihren eigenwilligen Maßen nur bedingt für alle Sportarten geeignet. Ein Neubau an der bisherigen Stelle unter Einbeziehung alter Gebäudeteile ist wegen der Grundstücksverhältnisse nicht möglich.

Für die neue Halle ist eine Fläche im Standardmaß von 15 mal 27 Metern vorgesehen. Die Halle soll mit einem Stockwerk in den Boden eingelassen werden, lediglich ein Geschoss ragt heraus, mit einem Satteldach fügt sich der Baukörper in die Umgebung ein. Die Sporthalle ist über einen Gang im Erdgeschoss vom neuen Schulhaus aus zu erreichen, die Kinder können aus dem Klassenzimmer in die Halle gehen, ohne ins Freie zu müssen.

Gemeinde opfert Bauhofflächen

Im Untergeschoss sind rund um die Halle der Geräteraum, ein Raum für die Technik sowie getrennte Umkleideräume für Damen und Herren und die sanitären Anlagen angeordnet. Aus dem Erdgeschoss sind diese Räume über eine separate Treppe von außen, die zugleich zweiter Fluchtweg ist, und einen Aufzug erreichbar. Die Halle schließt sich in gerader Linie nach Südwesten an die neue Schule an, durch ihre Versenkung im Erdreich verstellt sie den Blick von der alten Schule nach Süden nur im Erdgeschoss.

Für den Neubau müssen der Schuppen des Bauhofs entlang der Linsenmannstraße und ein Teil des Pausenhofes mit den Großspielgeräten abgerissen werden. Die Spielgeräte kommen wieder und für Schneepflug, Loipenspurgerät, etc. ist am neuen Bauhof genug Platz.

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