Staatsstraße mit neuem Dreh

von Redaktion

Gemeinderat Frasdorf 300 Meter der Verbindung nach Prien werden verschwenkt

Frasdorf – Wenn die Staatsstraße 2093 rund um Prutdorf nach Bachham und Prien gebaut wird, ist auch die Gemeinde Frasdorf mit einem kurzen Streckenabschnitt vom Wildenwarter Kreisel nach Osten bis zur Abzweigung zum Wildenwarter Friedhof und zum Waldfestplatz betroffen.

Bereits im Vorfeld der Planung einigten sich die Grundanlieger mit dem Straßenbauamt und der Gemeinde, dass die Straße dann ein paar Meter nach Norden verlegt werden solle, damit die Kurvenradien im weiteren Verlauf Richtung Prienfluss und Richtung Bachham eingehalten werden können. Einstimmig beschloss der Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung, dass Frasdorfer Belange durch eine Verlegung der Straße nicht berührt seien und die Anlieger sich bereits über den Straßenverlauf geeinigt hätten. Es gebe keinen vernünftigen Grund, dem Antrag nicht zuzustimmen.

„Sobald gebaut wird“, erläuterten Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller (CSU) und Geschäftsleiter Andreas Oppacher „wird die jetzige Straßenführung, beginnend am Wildenwarter Kreisel, auf rund 300 Metern Länge komplett herausgerissen und in einem Guss durch die neue Trassenführung etwas nördlicher des jetzigen Verlaufs ersetzt.“

Derselbe Beschluss wurde im Gemeinderat schon einmal kurz nach der Fertigstellung des Teilabschnitts der Staatsstraße 2093 gefasst, als es so aussah, dass das Anschlussstück über Prutdorf und Bachham Richtung Prien sofort gebaut werden könne. „Es ist schade um die gute, neuwertige Straße“, bemängelten einige Gemeinderäte, „wenn man sich den miserablen Zustand der Straßen in Frasdorf und Prien sonst so anschaut. Dieses Geld hätte man auch für ein paar Meter Gemeindestraßen verwenden können“.

Der Wildenwarter Friedhof wird auf dem bisherigen Straßenverlauf Richtung Prutdorf erreicht, die bisherige Straße bleibt bis zur Einbiegung in den Parkplatz erhalten. Wie es von dort aus nach Norden in den Ortskern von Prutdorf weiter geht, ob auf einer Priener Gemeindestraße oder auf einem öffentlichen Feldweg, ist der Gemeinde Frasdorf zunächst nicht bekannt und für den Beschluss nicht relevant. Der Wildenwarter Waldfestplatz kann, wie bisher, angefahren werden.

Kein Radweg an der Staatsstraße geplant

Entlang der Staatsstraße 2093 soll kein Geh- und Radweg angelegt werden. Beim Bau der Strecke zwischen Frasdorf und Wildenwart wurde auf der Westseite ein durchgehender Weg angelegt, der gut genutzt wird. Bereits beim Beschluss von 2006 bemängelte der damalige Gemeinderat, dass der Geh- und Radweg an der Staatsstraße 2093 von Wildenwart her nicht Richtung Prien weitergeführt werde. Damals hieß es, die Radfahrer sollten den Weg durch Prutdorf zum Kreisel nutzen.

Die Erfahrung aus 15 Jahren zeigt, dass kein Radfahrer von der Hauptstrecke abweicht und keiner einen vermeintlichen Umweg auf einer untergeordneten Straße in Kauf nimmt. Mit einem Gehweg vom Kreisel bis zum Friedhof ließen sich auch der Wildenwarter Friedhof und der Waldfestplatz gefahrlos erreichen, dieser Geh- und Radweg ist aber in den aktuellen Plänen nicht vorgesehen.

Marianne Steindlmüller ergänzte, dass eine Beschränkung auf 70 km/h bereits bei der Konzeption der Staatsstraße 2093 Anfang der 2000er-Jahre im Raum stand. Entgegen der Versprechen gegenüber den Eigentümern bei der Grundstücksabtretung wurde die Geschwindigkeit lediglich an den beiden Bushaltestellen bei Hierankl und bei Hendenham beschränkt, ansonsten gilt „freie Fahrt“.

Prutdorf-Frist läuft bis 3. September

Prien – Vier Wochen lang lagen die Pläne für die Planfeststellung der Ortsumfahrung von Prutdorf und den anschließenden Ausbau der Staatsstraße von Prutdorf bis Bachham im Priener Rathaus aus. Diese Frist ist nun abgelaufen. Bis 3. September hat jetzt noch jeder, dessen Belange von der Planung in irgendeiner Form berührt sind, Zeit, Einwendungen einzureichen.

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