Nachruf

von Redaktion

Neubeuern – Kurz vor dem 93. Geburtstag ging der lange Lebensweg von Herta Pichler wohl behütet und versorgt vom großen Familienverband – fünf Kinder, 15 Enkel und 18 Urenkel – zu Ende.

Pfarrer Christoph Rudolph verwies auf das Gottvertrauen und die Glaubensgemeinschaft des Christentums, welche die Verstorbene stets begleiteten. In der Bewegung körperlich eingeschränkt war sie, die immer agil und umtriebig war, in den letzten Jahren an ihre Wohnung gebunden.

Im Egerland geboren erlebte sie dort Kindheit, Kriegsbeginn und wie viele ihrer Generation die Vertreibung aus der Heimat. Peterskirchen, Landkreis Mühldorf, war ihre erste Bastion auf dem neuen Lebensabschnitt, zusammen mit ihrem Mann Franz, nach ihrer Hochzeit in Altötting. Der angehende Lehrer wurde mehrfach versetzt, die Familie zog mit, ehe sie 1974 in Neubeuern sesshaft werden konnten.

Neben der Betreuung der Familie stand Herta Pichler den vielschichtigen Aufgaben und Hobbys ihres Mannes, vor allem im Trachtenwesen, zur Seite. Zusammen formten sie später den Seniorenkreis der Gemeinde. Neben gemütliche Kaffeerunden wurde eifrig gebastelt, Kerzen gestaltet, gestrickt und gehäkelt. So war die Teilnahme der Gruppe bei den Weihnachtsmärkten in der Gemeinde gesichert. Aber auch Ausflugsfahrten in der Gruppe unter der Leitung der Pichlers bestimmten das Geschehen. Kurz nach der diamantenen Hochzeit 2008 ging ihr gemeinsamer Lebensweg zu Ende.

Die Beerdigungsmusik, die Fahnen der Trachtenvereine Immergrün und Edelweiß sowie der Frauengemeinschaft, führten den Trauerzug zur Grabstätte an.re

Artikel 10 von 11