Zum Bericht „Wirbel um Stadelvordach geht weiter“ im Lokalteil:
Die ordnungsgemäße Erschließung des Sagberggebiets in der Gemeinde Frasdorf ein „Dauerbrenner ohne Ende“? Erster Bauversuch 1969 unter Bürgermeister Georg Wörndl, staatliche Förderungszusage 85 Prozent. Nach über 50 Jahren unbegründeten Widerstands schaffte es die Gemeinde, 2016 den Missstand im Bereich Abwasserbeseitigung und eine Erschließung durch einen normgerechten Gemeindeverbindungsstraßenbau durchzusetzen und zu bauen.
Es kann nicht sein, dass ein Gaststättenbetrieb und besonders aber ein Jugendheim mit jährlich 11000 bis 12000 Übernachtungen ohne diese Erschließungsmaßnahmen eine Daseinsberechtigung haben.
Mir sind diese Missstände beziehungsweise die unsachlichen Argumente dieser Minderheit aus meiner 30-jährigen Tätigkeit als Gemeinderat bestens bekannt.
Warum die sogenannten Fach- und Aufsichtsbehörden (Wasserwirtschaftsamt, Landratsamt) keinerlei Druck ausübten, ist mir bis heute ein Rätsel. Ich hoffe, dass dieses Trauerspiel sich nicht geschäftlich negativ auf die Besitzer des ehemaligen Café Sagberg auswirkt. Denn diese haben einen Prachtbau hingestellt, der einen hohen finanziellen Einsatz notwendig machte.
Zu der merkwürdigen Entscheidung des Verwaltungsgerichts sehe ich den Satz bestätigt „bei Gericht, auf hoher See und in der Gemeinde Frasdorf“ ist man vor Überraschungen nie gefeit“. Mir ist es ein Rätsel, welche Fehler der Bürgermeisterin beziehungsweise dem Geschäftsleiter bei dem Bescheid unterlaufen sind. Weitaus problematischer als den Dachüberstand sehe ich das Herausreißen der neu gebauten Straße am Endpunkt des Sagbergs.
Es sollte nicht zu viel verlangt sein, dass wir als Gemeindebürger über diesen Sachverhalt umfassend und objektiv informiert werden.
Josef Stein
Frasdorf