Neubeuern – Zusammen mit der Familie nahm eine große Trauergemeinschaft Abschied von Albert Paul „Veitjörgl“ von Altenmarkt. Er verstarb im Alter von 84 Jahren zuhause, betreut vom Familienverband mit Ehefrau, Kindern und Enkeln. Beim „Hogger“ geboren, später mit seinen Eltern und Geschwistern im „Veitjörglandwesen“ lebend, baute er mit seiner Frau Traudl in den Krautäckern sein Eigenheim, womit Altenmarkt sein Lebensmittelpunkt blieb.
Die landwirtschaftliche Arbeit und das Leben mit der Natur prägten Albert Paul. Als Geometer, später als Vermessungsgehilfe und -beamter, der 43 Jahre im Amt Rosenheim seinen Dienst leistete, war er der Natur und Heimat eng verbunden und ein hochgeschätzter Kollege, auch nach seiner Pensionierung.
67 Jahre seines Lebens war der Trachtenverein Edelweiß Neubeuern, in dem er Ehrenmitglied war, ein großer Faktor seines Lebens. Vorplattler in der Jugend, Jugendleiter, Schriftführer, stellvertretender Vereinsvorstand und bei ungezählten Festen und Feiern die ordnende Hand im Hintergrund. Zusammen mit Weggefährten und Familie belebte er das „Beurer-Gwand“.
Ungezählte Stunden seines Schaffens galten dem „Fremdenverkehrsverein“ Neubeuern, bei dem seine Familie Vermieter und Helfer bei den Arbeiten war. Die Gemeinschaft der Feuerwehr konnte bei Einsätzen ebenso auf seine Hilfe zählen, wie die Faschingsgesellschaft Neubeuern, wo er als Prinz Albert Neubeuerns fünfte Jahreszeit prägte. Auch die Auftritte des „Playboy-Clubs“, den er zusammen mit seinem jüngst verstorbenen Freund Konrad Paul geprägt hat, sind unvergessen. Die sorgsame Pflege der Heimat und die Entwicklung der Gemeinde gestaltete Albert Paul 24 Jahre, bis zu seinem Ausscheiden aus dem Gemeinderat, 1996, in verantwortungsvoller Weise mit. Die Verleihung des Bürgerbriefs, soBürgermeister Martin Schmid in seiner Würdigung, drücke Dank und Anerkennung aus.
Sepp Trost, der den Lebensweg vom „Veichtjörgl“ beleuchtete, Manfred Karl, Vorstand des Trachtenvereins, Michael Konrad vom Schiffleutverein, Sepp Engl-berger vom „Beurer Gwand“, sowie die Vertreter des Vermessungsamtes waren Trauerredner. Pfarrer Christoph Rudolph zelebrierte die Messfeier. Die Beerdigungsmusik intonierte das Lied von der „Innbrücke“, zusammen mit dem Schiffleutruf „Na hou – auf zur letzten Reis“.
Der Trachtenverein, die Feuerwehr, die KAB, der Sportverein und die Schiffleut mit ihrem Zunftzeichen senkten die Fahnen über dem Grab.swt