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von Redaktion

Kommunalwahlen Parteifreie nominieren Karl Mair als Bürgermeisterkandidaten

Stephanskirchen – Karl Mair will Bürgermeister werden. Und soll Bürgermeister werden. Der Vorstand der Parteifreien legte sich auf Mair als Kandidat für die Nachfolge von Bürgermeister Rainer Auer fest. Der wird bei der Kommunalwahl am 15. März nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten, möchte stattdessen als Bewerber der Parteifreien/ÜWG neuer Landrat des Landkreises Rosenheim werden.

17 Jahre Gemeinderat, fünf davon auch Zweiter Bürgermeister – mit dieser Erfahrung geht Karl Mair ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus. Der 45-Jährige lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Schloßberg.

Diplom-Ingenieur

und Heimatpfleger

Mair ist Diplom-Ingenieur und Sachgebietsleiter bei der Stadt Rosenheim. Dort führt er das Stadtarchiv und ist daneben ehrenamtlich als Heimatpfleger tätig. Eine Aufgabe, die er auch in der Gemeinde Stephanskirchen inne hat, wo er sich mit Veröffentlichungen und Ausstellungen zu ortsgeschichtlichen Themen und mit dem Aufbau eines kleinen Gemeindemuseums Anerkennung erwarb.

Schon früh gehörte Mairs Interesse auch der Politik: 2002 zog er mit 28 Jahren für die CSU in den Gemeinderat ein, einige Jahre lang war er hauptberuflich im Büro der Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig tätig, wo er Bürgeranliegen bei Fachbehörden und Ministerien Gehör verschaffte.

Mairs eigener politischer Schwerpunkt blieb stets die Kommunalpolitik. 2014 wählte ihn der Gemeinderat fast einstimmig zum stellvertretenden Bürgermeister. Im Frühjahr 2019 wechselte er von den Christsozialen zu den Parteifreien – die Konsequenz einer längeren Entfremdung von CSU-Positionen und weil Mair in seiner kommunalpolitischen Arbeit immer mehr erkannte, „dass ein überparteilicher Kurs auf Gemeindeebene meist die besten Lösungen bringt“.

„Stephanskirchen ist unglaublich attraktiv zum Wohnen und Arbeiten, gleichzeitig ist der Baudruck enorm“, so Mair. „Ich möchte zügig das Baugebiet Haidholzen-Südost entwickeln, wo Bauland für Einheimische sowie Mehrfamilienhäuser entstehen sollen. Hier können wir Wohnraum für alle Generationen schaffen und dem Siedlungsdruck entgegenwirken.“ Vorschnelle und unüberlegte Lösungen lehnt Mair ab: „Ich stehe für eine maßvolle, vorausschauende und nachhaltige Gemeindeentwicklung – nur dieser Kurs passt zu unserer dicht besiedelten Gemeinde.“

Weitere Themen des Bürgermeisterkandidaten sind die Fertigstellung der eigenen Wasserversorgung und Maßnahmen gegen die Verkehrsbelastung. Mairs Ziel ist es, die hohe Lebensqualität in der Simsseegemeinde zu erhalten und das Miteinander zu stärken, wobei seiner Meinung nach die Vereine eine herausragende Rolle spielen.

Als große aktuelle Herausforderung sieht er die Verhinderung des Brennernordzulaufs durch das Gemeindegebiet. Über sein Amtsverständnis als möglicher künftiger Bürgermeister sagt Mair: „Wichtig ist mir, dass das Rathaus neutral geführt wird und dass ich die unterschiedlichen Fraktionen im Gemeinderat bei der Entscheidungsfindung zusammenbringen kann.“

Erfreut über das einstimmige Votum seiner Vorstandskollegen ist Stephan Mayer, der Vorsitzende des Vereins „Parteifreie Bürger Stephanskirchen“: „Mit Karl Mair setzen wir auf einen Kandidaten, der unsere Gemeinde kennt wie kaum ein anderer. Mit seinem Engagement steht er für die Werte der Parteifreien: Sachbezogen, bürgernah und 100 Prozent kommunal. Es würde uns freuen, wenn auch andere Gruppen unseren Bewerber unterstützen.“ Rainer Auer ist sich sicher: „Karl Mair ist die erste Wahl, wenn es um die Fortführung begonnener Projekte und um die richtige und ausgewogene Gemeindeentwicklung in der Zukunft geht. Besonders imponiert mir an ihm, wie er auch vor dem Hintergrund seiner ortsgeschichtlichen Kenntnisse versucht, Fehler in der aktuellen Gemeindepolitik zu vermeiden, und wie er sich stets mit großem Sachverstand und enormen persönlichem Einsatz um die richtigen Lösungen für unsere Gemeinde bemüht.“

Mehr Interesse an Kommunalem wecken

Die offizielle Versammlung, bei der die Parteifreien ihren Bürgermeister- und die Gemeinderatskandidaten aufstellen, findet im Herbst statt. Ein Ziel verfolgt Karl Mair aber bereits jetzt: „Ich wünsche mir, dass sich in den kommenden Monaten möglichst viele Bürger mit der Gemeindepolitik befassen. Bei der Kommunalwahl 2014 ist die Wahlbeteiligung von 62,5 auf unter 54 Prozent gesunken. Zusammen mit allen Kandidaten setze ich mich dafür ein, dass dieser Wert wieder steigt.“

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