Pittenharter stolz auf Römerregion

von Redaktion

Gemeinderat beschäftigt sich mit Darstellung des Höhenbergs als Kultplatz

Pittenhart – Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Gemeinderat für die Teilnahme am Leader-Projekt „Römerregion Chiemsee“ entschieden. Damals waren auch schon konkrete Bestandteile des Projekts auf Pittenharter Gebiet ins Auge gefasst worden.

Eine Reihe

von Problemen

Eine zentrale Rolle spielten dabei Überlegungen zur Darstellung des Höhenbergs als Kultplatz, der zunächst von den Kelten und dann von den Römern über Jahrhunderte genutzt wurde.

In der Zwischenzeit stellte sich allerdings heraus, dass die Umsetzung der dort vorgesehenen Maßnahmen mit einer Reihe von Problemen verbunden wäre.

Daher sprachen sich die Pittenharter Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Sitzung einstimmig dafür aus, sich bei dem Projekt auf den Ort selbst zu konzentrieren.

In der Gemeinderatssitzung stellte Ortsheimatpfleger Sebastian Guggenhuber die entsprechenden Pläne vor. Demnach soll der an der Kirchenmauer gefundene Römerstein präsentiert werden. Zudem soll die Bedeutung der Güldenen Salzstraße für die Geschichte Pittenharts dargestellt werden.

Dieser Handelsweg ging direkt durch den Ort, die Trasse folgte älteren Straßen aus römischer oder sogar früherer Zeit.

Mit der Herausstellung der Salz- und Römerstraße werde auch die Verbindung zum Höhenberg geknüpft, über den sie ebenfalls geführt hatte, betonte Guggenhuber. An der Erhebung könne man Reste der Straße in Teilen auch noch gut erkennen.

Der Römerstein soll in Form einer Nachbildung am Platz neben der Pittenharter Kirche aufgestellt werden, ergänzt durch die als lebensgroße Metallskulptur ausgebildete Silhouette des römischen Benefiziariers, der diesen Weihestein für den keltisch-römischen Gott Bedaius gestiftet hatte.

Gemeinderat bewilligt rund 23000 Euro

Die Silhouette eines Ochsengespanns mit Wagen vor der „Alten Zollstation“ soll auf Pittenharts Lage an der jahrhundertelang genutzten Salzstraße verweisen.

Dazu stellte der Traunsteiner Künstler Rolf Wassermann den Pittenharter Gemeinderäten seine Entwürfe vor. Komplettiert werden diese bildlichen Darstellungen durch Informationstafeln, die die historischen Themen inhaltlich vertiefen. Das Gremium stimmte den Maßnahmen des dargestellten Gesamtkonzepts mit Kosten von zusammen etwa 23500 Euro unter dem Vorbehalt zu, dass die zuständigen Stellen im Leader-Projekt die vorgesehene Förderung von 60 Prozent der Kosten gewähren.

Artikel 1 von 11