Oberaudorf – Seit 1. September ist Hans Huber neuer Pfarrer im Pfarrverband. 1957 kam er auf einem Bauernhof in der Nähe von Ramsau bei Haag, nördlich von Wasserburg, zur Welt. „Ich habe noch drei ältere Schwestern und drei ältere Brüder“, so Huber. Im Juli 1983 feierte er zusammen mit seinem Großcousin Sebastian Heindl in der Heimatpfarrei Kirchdorf bei Haag Mariä Himmelfahrt eine Doppelprimiz. Diener der Freude wolle er sein, wie er in seinem Primizspruch betont.
Das Abenteuer:
Glauben stärken
Nach Stationen in Kirchheim bei München und Vaterstetten, beim Aufbaustudium in Würzburg, als Pfarrer vom Pfarrverband Moosinning bei Erding sowie als Fortbildungsleiter der pastoralen Dienste in der Erzdiözese München-Freising hat er am Samerberg in den Pfarreien Törwang und Höhenmoos mitgeholfen. Zuletzt war er 13 Jahre Pfarrer im Pfarrverband Seeon. Dort wirkte er ab 2011 auch als Dekan.
Vor der Rente mit 70 habe er noch seine Bereitschaft angemeldet, eine andere Aufgabe zu übernehmen. Huber: „Schon im Mai 2018 war es recht konkret, dass ich am 1. September 2019 zum Team der Patres von Kloster Reisach und Pastoralreferent Helmut Schneider und Diakon Professor Langer als Leiter dazukommen sollte.“ Aufgrund der personellen Ausstattung war an einen zusätzlichen Schwerpunkt in der Geistlichen Begleitung von Männern und Frauen im pastoralen Dienst oder auch von Ehrenamtlichen gedacht. Doch – wie berichtet – kam alles anders: Das Kloster Reisach wird zum Jahresende geschlossen und die beiden Geistlichen stehen nun vor der großen Aufgabe der Neugestaltung des Pfarrverbands. Unterstützt werden sie dabei noch bis zum Jahresende von Pater Matthäus.
„Den Becher des Heils will ich erheben. Ausrufen will ich den Namen des Herrn“, so lautet der Primizspruch von Pater Paul John Vadakumbadan, der dem Orden der Missionare des Allerheiligsten Sakraments angehört.
Der 39-Jährige kam in Kerala in Indien zur Welt. Nach seinem Schulabschluss hat er seine Priesterausbildung in verschiedenen Teilen Indiens absolviert. Ende Dezember 2007 wurde er zum Priester geweiht.
Im September 2012 kam er nach Deutschland und war seither Kaplan im Pfarrverband Erdweg. „Die letzten sieben Jahre dort waren eine wunderschöne Zeit meines Lebens. Ich hatte das Gefühl, dazuzugehören.“
Jetzt wieder: Aufbruch – für beide. Mit Blick auf die anstehenden Aufgaben und Veränderungen, hierzu gehört auch das konsequente Einbeziehen von Laien in den seelsorgerischen Dienst, denkt Pfarrer Huber oft an einen damals jungen Pfarrer, der vor 15 Jahren schon voller Unternehmungslust sagte: „Die Entwicklung von Glauben und Kirche in den nächsten Jahren wird ein Abenteuer – und da sind wir dabei.“
Der Freude
auf der Spur
Pater Paul fügt noch mit leuchtendem Blick hinzu: „Der Freude auf der Spur – das könnte unser Thema miteinander werden. Gemeinsam Gottes Spuren in unserem Leben entdecken und der Spur folgen, die Jesus Christus gelegt hat. Dabei möchte ich als neuer Pfarrvikar gerne an der Seite der Gläubigen im Pfarrverband sein. Wie schön ist es, wenn man Freude miteinander erleben darf. Wir sind der Freude auf der Spur – oder etwas traditioneller gesagt: der Frohen Botschaft, die uns leitet und trägt.“