Aschau – Ob klimafreundliche Gartengestaltung, Anschluss an die Heizzentrale der Nahwärme in Hohenaschau oder umweltfreundliche Haushaltsführung. Während des ersten Aschauer Klimatages konnten sich die Prientaler einen Überblick über Möglichkeiten des eigenen, klimafreundlichen Verhaltens vor Ort verschaffen. Gleichzeitig gab es einen regen Austausch und viele Ideen darüber, wie sich Aschau zukünftig noch klimafreundlicher gestalten könnte.
Mit dieser positiven Resonanz hat der Chiemgauer Luftkurort beste Chancen, erste CO2-neutrale Gemeinde des Landkreises zu werden, wie Bürgermeister Solnar in Aussicht stellte. Organsiert von der Aschauer Bürgerliste (ABL), waren die Veranstalter selbst von den positiven Rückmeldungen überwältigt „Mich hat es sehr gefreut, dass auch viele Kinder an unserer individuellen Rallye, bei dem Kartoffelstempel gesammelt wurden, teilgenommen haben“, freut sich Bernhard Pflüger von der ABL, der den Stand beim Pfingstl zum Thema Konsumverhalten betreute. „Die Kinder waren begeistert davon, dass wir vor Ort zeigten, wie man Bienenwachstücher herstellt und auch, was man wie damit lagern kann.“
So erfuhren die Aschauer Bürger nicht nur, wie sie sich selbst einen Alufolienersatz schaffen können, sondern auch, dass dieser perfekt für Brot, Käse oder das Abdecken von Resten geeignet ist. Gegen eine kleine Spende durften die vor Ort hergestellten Bienenwachstücher sogar mitgenommen werden. Ein Renner war auch die Frage, wie und wo es vor Ort möglich ist, mit eigenen Behältern in Aschauer Geschäften einkaufen gehen zu können.
„Ich bin sehr angetan von dem regen Interesse der Aschauer Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Bürgermeister Peter Solnar, der mit am Stand der Heizzentrale der Nahwärme-Versorgung in Hohenaschau vertreten war, „der erste Schritt bezüglich der Nahwärme ist getan, nun geht es darum, sie weiter umzusetzen.“ Mit dem Blick auf das bisher erreichte und auch auf die Nachfrage der Bürger, selbst an die Nahwärme angeschlossen zu werden, ergänzt Solnar: „Aschau könnte im nächsten Jahr die erste Gemeinde des Landkreises werden, die CO2-neutral ist. Daran werden wir jetzt arbeiten.“
Klimafreundliche Gärten und Balkone
Am Bahnhof konnten sich interessierte Bürger über das Thema klimafreundliche Gartengestaltung informieren. Hier standen Ludwig Moosmüller, Peter Mohr und Johanna Stegherr für Fragen zu Themen wie Humusbildung, insektenfreundliche Gärten und Artenvielfalt im Allgemeinen zur Verfügung.