Über 900 neue Einwohner

von Redaktion

Gemeinderat Neues zum Projekt „Dahoam im Inntal“

Brannenburg – Die derzeit laufenden Bauarbeiten im „Sondergebiet Betreuung und Pflege“ im Ortsteil Sägmühle sollen bis Mitte 2022 abgeschlossen sein. „Dahoam im Inntal“-Projektleiter Rupert Voß berichtete in der jüngsten Gemeinderatssitzung über den aktuellen Sachstand und beantwortete die Fragen des Gremiums.

Erste Bewohner in der Nußdorfer Straße

Nachdem die Gebäude im Zentrum des neuen Ortsteils Sägmühle bereits seit September 2017 beziehungsweise Oktober 2018 bezogen wurden, sind jetzt die ersten Bewohner in den Komplex entlang der Nußdorfer Straße eingezogen.

Baubeginn war auch im „Sondergebiet Betreuung und Pflege“: Dort soll Wohnraum für insgesamt 206 Einwohner geschaffen werden, unterteilt in geförderten Wohnbau, betreutes Wohnen, Wohngruppen und Mitarbeiterwohnungen. Mit den 735 Einwohnern der anderen Wohnbereiche ergebe sich in Sägmühle dann eine Einwohnerzahl von 941, so Voß bei der Vorstellung der statistischen Daten. Rund 56 Prozent der Wohnungskäufer stammen aus einem Umkreis von 50 Kilometern, neun Prozent aus Brannenburg.

Bis Ende 2019/Anfang 2020 plant die Innzeit GmbH die Fertigstellung der letzten Gebäudeteile sowie die Rohbaufertigstellung für das sozialtherapeutische und das betreute Wohnen. Vorgesehen ist auch die Fertigstellung aller Werkplanungen für das Sondergebiet sowie die Ausschreibung und Vergabe der restlichen Bauabschnitte. „Wir sind für jede neue Idee offen“, unterstrich Voß in Bezug auf die Nutzungsabsichten für den Abschnitt GE3, für den bereits unterschiedlichste Konzepte geprüft wurden.

Firma Timezone verlässt Brannenburg

Die Fragen des Gremiums betrafen die Zukunft der Firma Timezone sowie den geförderten Wohnungsbau: Nach Einleitung der selbstverwalteten Insolvenz wird das Unternehmen Timezone den Standort Brannenburg verlassen, informierte Projektleiter Voß. Für das Bürogebäude und die angrenzende Halle sowie das Parkhaus, die sich alle im Besitz der Innzeit GmbH befinden, gibt es bereits einige Interessenten.

Groß sei die Nachfrage nach den Wohnungen im geförderten Wohnungsbau, die Mitte oder Ende 2021 fertig werden: „Viele Menschen wissen allerdings nicht, dass auch sie anspruchsberechtigt sind“, so Voß. Beim betreuten Wohnen werden 15 Prozent der Einheiten rollstuhlgerecht gebaut, der Rest überwiegend barrierefrei gestaltet.

Zustimmend beurteilten die Gemeinderäte in einem weiteren Tagesordnungspunkt der Sitzung den Nachtrag im Vertrag zwischen der Gemeinde Brannenburg und der Innzeit Verwaltungs GmbH. Demnach soll die Sozialbindung im geförderten Wohnraum von 25 auf 40 Jahre verlängert werden.

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