Flintsbach – Es ist immer ein besonderer Moment bei der Sänger- und Musikantenwallfahrt auf den Petersberg bei Flintsbach: Der steile Anstieg durch den Wald ist überwunden, erste Sonnenflecken wärmen einen wieder auf, dann erscheint der Turm des Petersbergkirchleins und man weiß, dass sich linker Hand gleich ein freier Blick ins Inntal öffnen wird.
So auch am vergangenen Sonntag, an dem die Wallfahrt ihr 30. Jubliäum feierte. Sepp Wieland, der „Gründervater“ der Musikantenwallfahrt, sagt, man habe mit dem Wetter in den vergangenen 30 Jahren fast immer Glück gehabt: „Die Tage, an denen es regnete, machen keine Hand voll“. So konnte auch dieses Jahr der Gottesdienst, zelebriert von Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger, im Freien vor der Kirche abgehalten werden, ebenso das Mittagessen, und der zweite große Höhepunkt des Tages, der nachmittägliche Hoagascht. Bei ihm – auch das ist längst Tradition bei der alle zwei Jahre stattfindenden Wallfahrt – spielen die Musikanten nicht nur auf der Bühne, sondern – in wechselnden Gruppierungen – mitten aus der Menge der Wallfahrer heraus.
„Ein wunderschöner, ein geschenkter Tag“, freute sich Haßlberger und wird damit vielen aus dem Herzen gesprochen haben. jt