Zum Bericht „Der Gemeinderat kreiselt“ im Lokalteil.
Leider werden bei der Planung des Bypass-Kreisels an der Kreuzung RO5 und Staatsstraße 2359 bei Niedermoosen die Bedürfnisse des Fahrradverkehrs stark an den Rand gedrängt. Es wird eine Lösung gesucht, die den Autoverkehr verflüssigt und Unfälle vermeidet. Für Radfahrende, die zwischen Stephanskirchen und Thansau oder Niedermoosen unterwegs sind, bedeutet das beim Überqueren der RO5 aber, dass mit einem deutlich schnelleren Verkehrsfluss zu rechnen ist. Die Aufmerksamkeit der Autofahrenden wird sich vorrangig darauf richten, ob sie in den Kreisel einfahren können. Gleichzeitig müssten sie darauf achten, dass von der anderen Seite mit Radfahrenden zu rechnen ist. Eine Überforderung, die sicher bald zu ersten Unfällen führen wird, zumal die vorgesehene Baumbepflanzung die Einsehbarkeit noch herabsetzt. Radfahrende müssen in jedem Fall anhalten, um für ihre eigene Sicherheit zu sorgen.
Wenn – wie es die Staatsregierung in ihren Konzepten formuliert – im Rahmen von Klimaschutz und Verkehrswende der Radverkehr attraktiver gemacht werden soll, dürfen solche rein autozentrierten Lösungen nicht mehr verwirklicht werden. An dieser Stelle könnte eine Radunterführung gebaut werden, die für schnelles und sicheres Radfahren sorgt. So etwas kann man beispielsweise am Pullacher Kreisel bei Bad Aibling besichtigen. Natürlich wäre das teurer, aber der Staat würde seiner Steuerungsfunktion wirklich gerecht und würde zukunftsträchtig bauen. Schicke Fotos vom Verkehrsminister auf dem Rad reichen eben nicht!
Frank Wiens
Stephanskirchen