Aschau/Bruckmühl – In Bruckmühl wird nicht nur die Seniorenarbeit großgeschrieben.
Die Marktgemeinde engagiert sich auch für Menschen mit Behinderung. Eckpfeiler sind dabei die Handicap-Gruppe des SV DJK Heufeld und die zahlreichen Veranstaltungen des „Sozialen Arbeitskreises“ im Bayerischen Roten Kreuz (BRK).
Mit dem ersten Bergausflug für Menschen mit und ohne Behinderung wurde jetzt ein neues Kapitel in der Behindertenarbeit aufgeschlagen.
Organisiert wurde der ganz besondere Wandertag von Bürgermeister Richard Richter und Christiane Grotz, der Beauftragten für Menschen mit Behinderung im Landkreis Rosenheim und in Bruckmühl.
70 Wanderer schlagen ein neues Kapitel auf
Unter dem Motto „Miteinand statt nebeneinand“ unternahmen mehr als 70 „Bergfreudige“ einen Ausflug auf die Kampenwand. Per Bus oder mit Privatfahrzeugen fuhren die Teilnehmer bei bestem Bergwetter nach Aschau, wo sich rund 50 Personen mit der Kampenwand-Bahn auf den Weg nach oben machten.
Ein Almjodler
zum Abschied
Eine 25-köpfige Wandergruppe – darunter der Rathaus-Chef, der Leiter der Fachstelle Inklusion beim Landratsamt Rosenheim Jakob Brummer, der Mitbegründer der Handicap-Gruppe Erwin Haimerl und die Bruckmühler Seniorenbeauftragte Anneliese Weißbrich – startete indes von Hintergschwendt aus hinauf über den „Lug ins Land“ und die Schlechtenbergalm.
Als umsichtiger Bergführer fungierte Sepp Schlemer aus Aschau, der zwischendurch Trink- und Rastpausen anordnete, die Landschaft erklärte und seine Schützlinge auch mit einem kräftigen Jauchzen erfreute.
Auf der 1467 Meter hoch gelegenen Steinlingalm trafen sich dann alle Ausflügler zum gemeinsamen Mittagessen wieder, das von der Heufelder Blasmusik, die eigens dafür auf den Berg gereist war, mit zünftigen Klängen untermalt wurde.
Anschließend lud Regine Schlemer zu einem spannenden Rundgang ein, auf dem sie nicht nur Bergblumen wie die Silberdistel, den Herbstenzian und den Alpenampfer zeigte, sondern auch Berggeschichten von der Steinlingalm, über das Almleben oder die Errichtung des auf 1667 Metern Höhe stehenden Gipfelkreuzes erzählte. Von den Besuchern verabschiedete sie sich mit einem zünftigen „Almjodler“.
Einige Wanderer nutzten die Gelegenheit, den Gipfel zu erklimmen. Christiane Grotz zog ein überaus positives Fazit. „Heute war ein Tag, an dem sich Menschen mit und ohne Behinderung nähergekommen sind, weil alle unter gleichen Bedingungen gestartet sind – ganz egal ob per Bahn oder zu Fuß. Mit diesem inklusiven Ausflug wollten wir ein Zeichen setzen.“ Im nächsten Jahr geht es wieder „Miteinand statt nebeneinand“ auf Wanderung.