118 Stimmen für Christoph Schneider

von Redaktion

„Unabhängige Neubeurer“ stellen Bürgermeisterkandidat offiziell auf

Neubeuern – Bei einer Aufstellungsversammlung hat Christoph Schneider seine Kandidatur für den Bürgermeisterposten in Neubeuern begründet und seine politischen Ziele erläutert. Etwa 120 stimmberechtigte Neubeurer fanden sich zu der Veranstaltung ein, die vom Samerberger Bürgermeister Georg Huber (ÜPW) geleitet wurde. „Je kleiner eine Gemeinde ist, desto weniger sollte Parteipolitik eine Rolle spielen“, sprach Huber eine Empfehlung für den Kandidaten der „Unabhängigen Neubeurer“ aus.

Geprägt von der
Jugend im Pfarrhaus

Schneider berichtete, dass er seit der Bekanntgabe seiner unabhängigen Bürgermeisterkandidatur fast täglich gefragt werde, warum er sich als so junger Mensch in der Situation einer so kontrovers erscheinenden Gemeindepolitik das Amt des Bürgermeisters zutraue. Er sei der Auffassung, dass er die maßgeblichen Eigenschaften habe, um der Aufgabe gewachsen zu sein.

Dafür sei auch seine Kinder- und Jugendzeit in einem evangelischen Pfarrhaus wichtig gewesen, so Schneider. „Ein Pfarrhaus ist eine Anlaufstelle für Jung und Alt. Dort habe ich vor allem gelernt, wie wichtig es ist, den Menschen zuzuhören und sich ihrer Probleme anzunehmen.“

Schneider gab den Zuhörern auch einen Überblick über seine bisherige berufliche Laufbahn. Nach Abitur und dualem Studium der Verwaltung in Frankfurt am Main mit vielen Praktika in städtischen Ämtern wechselte er 2014 in die Rechtsaufsicht des Landratsamtes Rosenheim, 2016 wurde er Geschäftsleiter beim Markt Neubeuern.

Als wichtiges Thema nannte Schneider den Investitionsstau in der Gemeinde. So müsse zum Beispiel die Sanierung der Kläranlage dringend angegangen werden. Außerdem will er junge Familien durch den Bau und die Förderung von Wohnraum im Ort halten. Auch die Stärkung des Schulstandorts sei eine bedeutsame Aufgabe.

Auch das heiß diskutierte Thema Brenner-Nordzulauf wurde in der Veranstaltung angesprochen. „Die emotionale Ebene ist durch die Arbeit der Bürgerinitiative sehr gut abgedeckt, die ich als Bürgermeister natürlich mittragen werde“, erläuterte Schneider. Man dürfe aber die politische Ebene nicht vergessen, um ein überörtliches Interesse der Inntalgemeinden darzustellen und mit einer Stimme zu sprechen. „Sollte es nicht gelingen, die Ertüchtigung der Bestandsstrecken einzufordern, müssen wir bis aufs Äußerste für Tunnellösungen kämpfen.“ Schneider betonte zudem, dass ihm die Überparteilichkeit eine Herzensangelegenheit sei.

Listen liegen bis zum 14. Oktober aus

Mit 118 Stimmen und zwei Enthaltungen wurde die Bürgermeisterkandidatur von Christoph Schneider bestätigt. Damit der Wahlvorschlag gültig ist, sind aber noch 80 Unterstützerunterschriften erforderlich. Der Wahlvorschlag der „Unabhängigen Neubeurer“, für die Schneider als Bürgermeisterkandidat antritt, liegt noch bis zum 14. Oktober in der Verwaltung aus. eri

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