Aschau – „Wolfgang Wörand wünschte sich zu seinem Abschied keinen großen Bahnhof“, so der Kompaniepfarrer der Königlich Bayerischen Gebirgsschützenkompanie Aschau (GSK) Hermann Overmeyer beim Gedenkgottesdienst für den Verstorbenen in der voll besetzten Aschauer Pfarrkirche. „Aber das, was heute geschieht, hätte ihm sicher gefallen“.
Wolfgang Wörand starb nach einer schweren Krankheit und wurde im Familienkreis im Aschauer Friedhof bestattet. Sieben Vereine riefen dazu auf, „Wolfgang nicht so sang- und klanglos ins jenseitige Leben zu entlassen“. Er habe sich in den Vereinen mit all seiner Kraft eingebracht und sie auch nach außen vertreten. Die Fahnenabordnungen des Niederaschauer Trachtenvereins, der Krieger- undSoldatenkameradschaft Aschau sowie der Gebirgsschützenkompanien von Aschau, Endorf und Söllhuben umstanden den Altar, die GSK Aschau stellte das Ehrenspalier, der Männerchor Aschau umrahmte den Gottesdienst musikalisch.
„Wolfgang Wörand hat seine Aschauer Heimat nie verlassen und wenn, dann fühlte er sich nicht wohl“ so Pfarrer Overmeyer. „Geboren und aufgewachsen in Aschau, lernte er nach der Schulzeit das Schreinerhandwerk und ging danach zum Zoll. Zuletzt betrieb er in Aschau einen Hausmeisterservice.
Seine ganze Liebe galt zeitlebens vor allem den Aschauer Gebirgsschützen und der Musik“.
Bei der GSK Aschau durchlief er in knapp 50 Jahren eine Karriere vom Taferlbuam bis zum Leutnant und Rechnungsführer. Für seine Verdienste erhielt er alle Auszeichnungen der bayerischen Gebirgsschützen und der Aschauer Kompanie.
Als Ehrenleutnant gehörte er der Kompanie auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst an.
Als guter Musikant und Witzeerzähler spielte Wolfgang Wörand in zahllosen Formationen mit, bis zuletzt war er bei den Mauserwegerlmusikanten aktiv.
Beim Männerchor war er eine „stets verlässliche Stimme“. Aktiv tätig war Wolfgang Wörand auch beim Trachtenverein „Edelweiß“ Niederaschau und bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Aschau.
Seit sieben Jahren führte erden Gartenbauverein Aschau und war zusätzlich zu seinen Aufgaben als Vorsitzender noch als Baumwart aktiv, beim VdK war er Vorsitzender des Ortsverbands Aschau-Frasdorf, stellvertretender Kreisvorsitzender und Mitglied im Landesausschuss. Die amtierende Kreisvorsitzende Marianne Keuschnig dankte ihrem Stellvertreter für seine Arbeit zum Wohle der Menschen im Landkreis.
Bürgermeister Peter Solnar erinnerte an die zwölf JahreGemeinderatstätigkeit am Aschauer Ratstisch. Wolfgang Wörand saß zwei Legislaturperioden für die CSU im Gemeinderat und war ein penibler und kritischer Vorsitzender desRechnungsprüfungsausschusses. „Wolfgang Wörand hat sich um Aschau und seine Menschen verdient gemacht“.reh