Sicherer zum Weitlahnerkopf

von Redaktion

Alpenverein erneuert Seile und Beschilderung – 300 Kilogramm Material transportiert

Achental – Aus „grauer Vorzeit“ stammte die Seilsicherung auf einem beliebten Gipfel unserer heimischen Berge, dem Weitlahnerkopf. Seine Besteigung – mit grandioser Aussicht bis zum Alpenhauptkamm – wird von vielen Wanderern gern auch für Mehrtagesetappen von Hütte zu Hütte im Bereich des Prien- und Achentals absolviert. Die in seiner Nordflanke am felsigen Gipfelaufbau vorhandene Seilsicherung war in die Jahre gekommen, die Seile aufgespleißt, teilweise brüchig und beschädigt und bargen bereits die eine oder andere Verletzungsgefahr. Es wurde also höchste Zeit, sie zu erneuern.

Belastung durch

Schnee- und Eisdruck

Der Wegereferent Gerfried Bock der Sektion Achental des Deutschen Alpenvereins (DAV) leistete die notwendigen Vorarbeiten und brachte die Baumaßnahme in Abstimmung mit dem Sektionsvorstand auf den Weg.

Bei der Gelegenheit sollten auch zwei Schilderpfosten, die den Belastungen des Schnee- und Eisdrucks des vergangenen Winters nicht standgehalten hatten, erneuert werden. Eine Spezialfirma aus dem Allgäu wurde auf der Grundlage der aktuellen Vorgaben für solche Anlagen beauftragt. Wegereferent und die Monteure der Baufirma trafen sich bei den Hinteren Dalsenalmen. Bis zu 300 Kilogramm Material, Gerätschaften und Werkzeuge mit Zubehör wurden unter den neugierigen Blicken der von den Wiesenhängen herbeigeeilten Kühe und Kalbinnen aus dem Fahrzeug der Baufirma in große weiße Kunststoff-Transportsäcke geladen und so für den Transport mittels Hubschrauber in die Gipfelregion des Weitlahner vorbereitet. Pünktlich um 8 Uhr ertönte jenseits der Kampenwand das dröhnende Geräusch des herannahenden Hubschraubers.

Mit zwei Flügen wurden zuerst das Personal und dann die Transportsäcke auf den Berg gebracht. Gerfried Bock: so schnell war ich noch nie auf einem Gipfel!

Zug um Zug wurde die alte Seilanlage von oben nach unten demontiert und die Löcher für die zu setzenden Anker mit schweren akkubetriebenen Maschinen gebohrt. Der Bohrstaub musste aus den Löchern geblasen werden, um das Abbinde-/ Aushärtungsverhalten des Spezialklebers nicht zu beeinträchtigen. Mit Abschluss der Arbeiten begann für das Team nun der letzte schwierige Einsatz: der Abstieg zu Fuß.

In gelbgolden strahlendem Abendlicht wurden mit bedächtigen Schritten unter hoher Konzentration die gut einen halben Zentner schweren Rucksäcke und Kraxen im wahrsten Wortsinn über Stock, Wurzeln und Stein zu den Fahrzeugen bei den Hinteren Dalsenalmen getragen. Der Schrott und das Altmaterial der abgebauten Anlage, sowie ein Teil der Werkzeuge und des Materials liegen noch auf dem Berg und warten darauf, demnächst von einigen Mitgliedern DAV-Sektion Achental hinuntergetragen zu werden.

Artikel 3 von 11