Leserbrief zum Beitrag „Müssen klare Signale setzen“ im Lokalen:
Dr. Willi Messing hat in der Veranstaltung der Bürgerinitiative „Brennerdialog Großkarolinenfeld und Umgebung“ vom 18. September beim „Wirt von Dred“ die Problematik sehr sachlich auf den Punkt gebracht. Und auch die Berichterstattung in der Heimatzeitung spiegelt die Betroffenheit vieler Menschen in der Region über die Planungen der Deutschen Bahn treffend wider. Um so enttäuschender ist es, dass bis heute keine gemeinsame Position des Bürgermeisters und des Gemeinderates von Großkarolinenfeld zu den geplanten Trassen für den Brenner-Nordzulauf vorliegt. Andere Kommunen sind da deutlich weiter. Die Gemeinde Großkarolinenfeld und viele umliegende Ortschaften werden von den geplanten Trassen stark betroffen sein. Mit der Folge massiver Eingriffe in die Landschaft.
Bisher hat die Deutsche Bahn keine schlüssige, aktuelle Bedarfsplanung vorgelegt, die nachweist, dass eine neue Trasse wirklich notwendig ist. Es bestehen daher berechtigte Zweifel.
Es ist mehr als fraglich, ob es der Politik und der Bahn in den nächsten Jahren gelingen wird, den Güterverkehr durch ein attraktives Angebot von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Ihr diesbezügliches Unvermögen hat sie in den letzten Jahrzehnten bewiesen.
Auch wenn die Planung des Brenner-Nordzulaufes nicht durch einen Planungsstopp verhindert werden kann, ist ein für alle verträglicher Ausbau der Bestandsstrecke vorrangig zu prüfen, bevor durch eine Neubaustrecke unsere Natur und Lebensgrundlage zerstört wird. Alle Großkarolinenfelder sollten sich in die aktuelle Diskussion einbringen und fordern, dass sie gehört und ihre Interessen in der Planung berücksichtigt werden.
Josef Hundhammer,
Markus Krichbaumer,
Michael Rossa,
Großkarolinenfeld