Mitten auf der Strecke wurde ein „Verletzter“ unter einem Betonrohr geborgen. Die Mitglieder der Nachwuchsfeuerwehren (außen herum) beobachteten die Handgriffe sehr genau.Fotos Unterforsthuber
Schnaitsee/Grünthal – „In der Praxis liegt da einer im Auto, der schreit und blutet. Das erfordert sichere Handgriffe“, sagte Bürgermeister Josef Huber nach der Jugend-Gemeinschaftsübung der Feuerwehren aus Titlmoos, Kling, Elsbeth und Grünthal auf der Motocross-Strecke der Enduro- und Motocrossfreunde St. Leonhard in Stadlern. Die landkreisübergreifende Zusammenarbeit stand im Vordergrund – ebenso, das Erfahrungsammeln mit schwerem Gerät bei Autounfällen. Der Bürgermeister, der selber 18 Jahre Kommandant war, lobte die erfahrenen Feuerwehrler, dass sie sehr realitätsnah ihr Wissen an junge ehrgeizige Kameraden weitergeben. So sichere man auch die Zukunft der Feuerwehren. Die Gemeinde spendierte allen Beteiligten eine Brotzeit nach der Übung. Das Szenario präsentierte zwei verunglückte Autos, die aus unwegsamem Gelände zunächst geborgen werden mussten. Schnell stellte sich heraus, dass in jedem Auto ein Schwerverletzter noch am Steuer saß. Bei einem Auto öffnete die Titlmooser Feuerwehr die Fahrertür mit Spreizer und Schere.
Der Gurt musste zerschnitten werden, bevor der Schwerstverletzte geborgen werden konnte. Die Mitglieder der Nachwuchsfeuerwehr konnten nach dem vorangegangenen realitätsnahen Rettungsvorgang selbst die Geräte ausprobieren. Da zeigte es sich, dass allein das Einschlagen der Front- oder Seitenscheibe nicht ganz so einfach ist. Dasselbe übte auch der Nachwuchs der Grünthaler Feuerwehr am zweiten Auto. Der dritte Schwerverletzte lag mitten im Gelände unter einem Betonrohr eingeklemmt. Die Feuerwehren aus Kling, Elsbeth und Grünthal erreichten diesen nach der schwierigen Suche im verschlammten MC-Gelände. Hier musste auch ein Hubschrauberlandeplatz vorbereitet und ausgeleuchtet werden. Zudem galt es, die Straße neben dem Gelände abzusichern. Die Kommandanten Anton Axenböck (Titlmoos), Andreas Altenweger (Kling), Werner Huber (Grünthal) und Hans Suittenpointner (Elsbeth) zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Und wie sich der Nachwuchs lernwillig an die aufwendigen Rettungsmaßnahmen heranführen ließ.