„bunt statt blau“

von Redaktion

Mittelschule zeigt Ausstellung der DAK zum Alkoholmissbrauch von Jugendlichen

Bad Endorf – Verunstaltete Gesichter, eingesperrte Körper, verbaute Lebenswege: Mit eindrucksvollen Bildern warnen Schüler aus ganz Deutschland ihre Altersgenossen vor Alkoholmissbrauch. Zu sehen waren ihre Anti-Alkohol-Plakate in Bad Endorf. Die Mittelschule in der Otto-Kögl-Straße zeigte vergangene Woche die große Wanderausstellung der DAK-Gesundheit gegen den Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen.

Unter dem Motto „bunt statt blau“ hatten sich im Frühjahr 2018 bundesweit mehr als 8000 Schüler an einem Plakatwettbewerb beteiligt, um Gleichaltrige wachzurütteln. Jetzt sind die 33 Plakate der Bundes- und Landessieger sowie Sonderpreisträger auf Deutschlandtour. Die 17-jährige Bundessiegerin Nina Mitzschke lässt auf ihrem Plakat aus einem fotografierten Flachmann blaue Farbe wie Alkohol über ein Mädchengesicht fließen. „Mit meinem Plakat versuche ich, die Botschaft von ‚bunt statt blau‘ möglichst zugänglich zu verpacken“, erläuterte die junge Berlinerin ihr Siegerbild. Tatsächlich sind die Auswirkungen von zu viel Alkohol auf den Körper eines Jugendlichen noch deutlich stärker als bei Erwachsenen: „Exzessiver Alkoholkonsum ist gerade für Heranwachsende ein gefährliches Unterfangen“, erklärt Michael Köberich, Leiter Servicezentrum der DAK-Gesundheit in Rosenheim.

„2017 kamen 21721 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 26 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit haben sich die Fallzahlen im Bundesdurchschnitt stabilisiert, aber in manchen Bundesländern gehen sie weiter hoch.“ Schulleiter Maximilian Schweiger sieht die Ausstellung als wichtigen Beitrag zur Debatte um Alkoholmissbrauch: „Mit ihren Plakaten werden die Jugendlichen selbst zu Botschaftern gegen das Komasaufen. Ihre Bilder sprechen eine klare Sprache.“ Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler lobte als Schirmherrin des Plakatwettbewerbs den kreativen Ansatz: „Prävention kommt immer dann gut an, wenn die Kinder selbst aktiv sein können und keine Moralpredigt gehalten bekommen.“ Die Präventionskampagne „bunt statt blau“ läuft seit 2010. Bisher haben mehr als 95000 Jungen und Mädchen an dem Wettbewerb teilgenommen.

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